Businesstipps

Wann eine Bürgschaft sittenwidrig ist

Lesezeit: < 1 Minute Oftmals genügt es den Banken nicht, wenn der Gesellschafter-Geschäftsführer die Bürgschaft für einen Kredit an seine GmbH übernimmt. Handelt es sich um ein Familienunternehmen, werden auch gern nahe Verwandte oder der Ehepartner als weitere Bürgen hinzugezogen. Doch eine Bürgschaft kann als sittenwidrig eingestuft werden.

< 1 min Lesezeit

Wann eine Bürgschaft sittenwidrig ist

Lesezeit: < 1 Minute
Diese Kriterien müssen bei einer Bürgschaft erfüllt sein
Das kann sittenwidrig sein, wenn
  • der Bürge finanziell krass überfordert ist und nicht einmal die laufenden Zinsen zahlen kann;
  • der Bürge mit dem Hauptschuldner emotional verbunden ist – im Fall einer GmbH trifft das auf nahe Angehörige von Gesellschaftern zu.

Die früher angewandte 25 %-Grenze, wonach eine Bürgschaft sittenwidrig war, wenn das pfändbare Einkommen des Bürgen voraussichtlich nicht ausreichte, um innerhalb von 5 Jahren ein Viertel der Bürgschaftsschuld zu begleichen, hat der Bundesgerichtshof inzwischen aufgegeben.

Wann eine Sittenwidrigkeit bei einer Bürgschaft ausgeschlossen ist

Ist der Bürge Mitgesellschafter Ihres Familienunternehmens und profitiert dadurch von der Kreditaufnahme unmittelbar, kann die Bürgschaft nicht sittenwidrig sein (KG Berlin, 12.3.2001, Az: 22 W 17/01). Dasselbe gilt, wenn z. B. die Ehefrau des Gesellschafter-Geschäftsführers als Angestellte im Familienunternehmen mitarbeitet. Sie hat dann ein wirtschaftliches Eigeninteresse daran, dass der Darlehensvertrag zustande kommt (OLG Koblenz, 22.9.2003, Az: 10 W 355/03).

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: