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Wann der richtige Zeitpunkt für die Gehaltsfrage ist

Lesezeit: 2 Minuten Irgendwann im Vorstellungsgespräch geht es auch ums liebe Geld. Die Mehrheit der Personaler ist der Ansicht, dass der Bewerber dieses Thema ansprechen soll. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Vielen Bewerbern ist dieses Thema unangenhem, doch es führt kein Weg daran vorbei.

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Wann der richtige Zeitpunkt für die Gehaltsfrage ist

Wann der richtige Zeitpunkt für die Gehaltsfrage ist

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Gleiche Leistung, gleiche Bezahlung?

Erst vor kurzem haben einige US-Unternehmen die Gehaltsverhandlung abgeschafft. Ihr Argument: Gleiche Leistung soll auch gleich bezahlt werden.

Doch in Deutschland ist den Personalern die Gehaltsverhandlung wichtig. Schließlich wird um die Höhe des Gehaltes oft hart verhandelt und Frauen schneiden häufig schlechter bei der Gehaltsverhandlung ab als Männer.

Der richtige Zeitpunkt für die Frage nach dem Gehalt

Aus Sicht der Personaler ist das zweite oder noch spätere Vorstellungsgespräch der richtige Zeitpunkt, um die Frage nach der Höhe des Gehalts zu stellen. Viele Personaler sind der Meinung, diese Frage sollte eher vom Bewerber gestellt werden. Dabei geht es einerseits um die Höhe des Gehalts, andererseits auch um das gesamte Paket an Benefits. Also auch um einen eventuellen Dienstwagen, betriebliche Altersvorsorge und Unfallversicherung etc..

Eine Gehaltsspanne nennen oder einen festen Betrag?

Sollte man dabei besser eine Spanne nennen oder einen festen Betrag? Zunächst sollte man für sich eine Gehaltsuntergrenze definieren, die man keinesfalls unterschreiten würde.

Wenn diese nicht erreichbar ist, sollte man die Verhandlungen besser abbrechen als sich unter Wert zu verkaufen. Wenn man eine Gehaltsspanne angibt, kann man davon ausgehen, dass der Personaler die angegebene Gehaltsuntergrenze der Spanne anstrebt. Allerdings signalisiert der Bewerber damit Flexibilität.

Wer von vornherein eine bestimmte Gehaltshöhe anvisiert, sollte diese auch im Gespräch angeben. Keinesfalls ist es sinnvoll zu behaupten, dass Geld einem nicht so wichtig ist. Eine Bewerberin, die das einmal angegeben hatte, bekam ein deutlich niedriges Gehalt angeboten als ihre Mitbewerberinnen.

Ein Jobwechsel zahlt sich aus

Kandidaten, die Schwierigkeiten haben, von ihrem Chef eine Gehaltserhöhung zu bekommen, sollten einen Arbeitgeberwechsel ins Auge fassen. Dabei können sie bis zu zehn Prozent mehr Gehalt fordern.

Da gut qualifizierte Mitarbeiter häufig Mangelware sind, haben wechselwillige Kandidaten heutzutage gute Chancen. Dabei sind bessere Karriereperspektiven und höhere Gehälter die wichtigsten Gründe für einen Arbeitgeberwechsel.

Der Anfang vom Ende des Gehaltspokers

Ob der Trend aus den USA, die Last des Gehaltspokers von den Schultern der Bewerber zu nehmen, auch zu uns herüberschwappen wird, bleibt abzuwarten. Dort haben mehrere Unternehmen begonnen, Gehälter für bestimmte Jobs festzusetzen und der Bewerber akzeptiert letztlich dieses Gehalt oder muss sich woanders umschauen.

Mir erscheint dieses Verhalten ehrlich gesagt suspekt, denn die Bewerber unterscheiden sich in der Regel sowohl im Hinblick auf ihre Qualifikation als auch im Hinblick auf ihre Erfahrungen. Deshalb sollten sich diese Tatsachen auch in der Höhe des Gehalts widerspiegeln. Letztlich sind Bewerber Individuen und diese sollte man auch individuell behandeln.

Bildnachweis: stokkete / stock.adobe.com

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