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Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft: Was bedeutet das für Sie?2 min read

Reading Time: 2 minutes Die Bedeutung von Dienstleistungen für Wertschöpfung und Beschäftigung wird weiter zunehmen. Bereits heute beschäftigt die Industrie nur noch knapp 21 Prozent der Erwerbstätigen, während über 70 Prozent im Dienstleistungssektor tätig sind. Was bedeutet der Wandel zu Dienstleistungsgesellschaft für Sie persönlich und Ihr weiteres Berufsleben? Wie können Sie dieser Veränderung Rechnung tragen?

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Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft: Was bedeutet das für Sie?2 min read

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Unternehmensnahe Dienstleistungen gewinnen an Bedeutung

Hohe Zuwachsraten werden nach einer Prognos-Studie vor allem jene Branchen haben, die unternehmensnahe Dienstleistungen anbieten. Hierzu gehören Rechts-, Steuer- und Unternehmensberater sowie Ingenieurbüros und Architekten. Außerdem Branchen mit einem hohen Anteil an Unternehmenskunden wie Leasingunternehmen sowie das Grundstücks- und Wohnungswesen.

Technologieintensive Branchen wie Datenverarbeitung und Datenbanken sowie Forschung und Entwicklung werden ebenfalls zulegen. Insgesamt wird der zusätzliche Personalbedarf dieser unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen bis 2030 vermutlich um 500.000 Beschäftigte zunehmen.

Persönliche Dienstleistungen

Im Bereich der persönlichen Dienstleistungen, wie zum Beispiel Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht dürfte der zusätzliche Bedarf bei rund 200.000 Arbeitskräften liegen. Einen ähnlichen Bedarf wird es auch bei Verkehrsdienstleistern und in der Luftfahrt geben.

Das verarbeitende Gewerbe baut ab

In den Branchen des verarbeitenden Gewerbes werden bis 2030 jedoch voraussichtlich über 800.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Aber auch in der Landwirtschaft und im Bergbau wird es vermutlich an die 200.000 Beschäftigte weniger geben. Massive Beschäftigungseinbußen drohen auch im staatlichen Sektor, wo fast jeder sechste Arbeitsplatz aufgrund der prekären Haushaltslage entfallen wird.

Vor allem Akademiker werden fehlen

Trotzdem besteht die Gefahr, dass es aufgrund des demografischen Wandels und des schon jetzt bestehenden Fachkräftemangels zu einem Defizit in Höhe von 5 Millionen Arbeitskräften im Jahre 2030 kommen wird. Dabei wird es insbesondere bei akademischen Berufen in allen wesentlichen Bereichen zu einer Unterdeckung der Nachfrage kommen, sofern die verantwortlichen Akteure nicht zügig Reformen einleiten.

Schüler haben heute die Qual der Wahl

Auch Schüler müssen sich heute deutlich mehr Gedanken um ihre berufliche Zukunft machen als ihre Eltern dies in ihrem Alter getan haben. Sie haben immer mehr die Qual der Wahl: Es gibt circa 350 Lehrberufe, ungefähr 16.000 Studienmöglichkeiten an über 400 Hochschulen und weltweit circa 25.000 Berufe, zu denen laufend neue hinzukommen. Einer professionellen Beratung kommt in diesem Zusammenhang eine immer größere Bedeutung zu.

Wie können Sie auf diesen Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft reagieren?

  • Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Regelmäßige Fortbildungen werden eine Art Versicherung gegen Arbeitslosigkeit darstellen.
  • Beschäftigen Sie sich mit Zukunftsbranchen. Welche Branchen haben Zukunft, welche werden verschwinden?
  • Sie werden in Zukunft flexibel sein müssen. Bereits heute lernt ein Arbeitnehmer durchschnittlich drei verschiedene Berufe in seinem Leben. Diese Zahl wird in Zukunft noch ansteigen.
  • Brüche und Wechsel im Lebenslauf werden zunehmen. Man arbeitet nicht mehr ein Leben lang bei einer Firma, sondern wechselt häufiger Arbeitgeber, Beruf und Ort.
  • Entwickeln Sie für sich eine klare Perspektive, der Sie folgen. So agieren Sie, während andere – vielleicht zu spät – auf die anstehenden Veränderungen nur reagieren.

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