Businesstipps Existenzgründung

Wahl der Rechtsform

Lesezeit: 2 Minuten Die Geschäftsidee ist gefunden, ein Unternehmen soll gegründet werden. Eine der ersten wichtigen unternehmerischen Entscheidungen ist die Wahl der richtigen Rechtsform. Sie hat erhebliche steuerliche, rechtliche und wirtschaftliche Folgen. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Vor- und Nachteile der verschiedenen Rechtsformen vor.

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Wahl der Rechtsform

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Dies ist die einfachste, schnellste und am wenigsten durch Vorschriften und Gesetze geregelte Rechtsform, ein Unternehmen zu gründen. Handelt es sich um einen Gewerbebetrieb, müssen Sie ihn lediglich bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung anmelden. Das kostet zwischen 10 und 25 Euro.Jede Geschäftsgründung mit Partnern stellt, solange es sich nicht um eine andere Personen- oder eine Kapitalgesellschaft handelt, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR, auch BGB-Gesellschaft) dar. Erreicht der Geschäftsumfang ein bestimmtes Volumen, muss die GbR ins Handelsregister eingetragen werden und wird automatisch zur offenen Handelsgesellschaft (OHG). Das in die Gesellschaft eingebrachte Vermögen ist gemeinschaftliches Vermögen der Gesellschafter. Die GbR-Gesellschafter dürfen über dieses Vermögen nur gemeinsam verfügen.

Vorteil: Leichtere Finanzierung durch mehrere Gesellschafter.
Nachteil: Sie haften voll und unbegrenzt mit Ihrem Anteil am Gesellschaftsvermögen und mit Ihrem gesamten Privatvermögen für Schulden der Gesellschaft. Bei dieser Partnerschaft gibt es Komplementäre (persönlich voll haftende Gesellschafter) und Kommanditisten, die nur mit ihrer Einlage haften.

Vorteil: Leichtere Finanzierung durch Kommanditeinlagen.
Nachteil: Komplementäre haften wie bei der GbR und OHG.Diese Lieblingsrechtsform deutscher Existenzgründer unterscheidet sich grundlegend von Personengesellschaften. Als so genannte Kapitalgesellschaft stellt sie eine eigene Rechtspersönlichkeit (Fachbegriff: juristische Person) dar. Sie muss mit einem Stammkapital von mindestens 25.000 Euro ausgestattet sein.

Vorteil: Die Haftung aller Gesellschafter ist auf die Einlage beschränkt.
Nachteil: Bei größeren Krediten und Lieferungen verlangen Geschäftspartner oft Sicherheiten oder Bürgschaften.

Doch verfallen Sie nicht dem verbreiteten Irrglauben, in einer GmbH sei das Privatvermögen des Firmenchefs absolut sicher. Denn wegen der Haftungsbeschränkung der GmbH-Gesellschafter auf das Stammkapital ist diese Rechtsform besonders beliebt. Doch die Haftungsbeschränkung der GmbH erweist sich manchmal als äußerst hinderlich. Braucht die Firma Geld, etwa für die Vorfinanzierung eines größeren Auftrags, geben sich die Kreditinstitute zugeknöpft. Ohne weitere Sicherheiten, etwa persönliche Bürgschaften oder Hypotheken der GmbH-Gesellschafter, läuft nichts. Die Folge: Die Anteilseigner der Gesellschaft haften voll, jedenfalls gegenüber der kreditgebenden Bank. Anders bei Personengesellschaften und Einzelfirmen: Da hier die Anteilseigner oder der Inhaber mit dem gesamten privaten und betrieblichen Vermögen gerade stehen, fließt das benötigte Geld meist schneller. Die kleine AG wird als Gründungsform immer beliebter. Zwar stehen den rund 800.000 im Handelsregister eingetragenen GmbHs gerade mal 4.500 AGs gegenüber, doch die Zahl wächst ständig – auch bei kleinen Unternehmen. So stieg die Zahl der Aktiengesellschaften von 3.350 auf rund 4.500 im Jahr 1999 – eine Zunahme von gut 35 Prozent. Über die Hälfte aller neu gegründeten kleinen AGs sind kleinere Unternehmen: Mit maximal 20 Mitarbeitern machen sie unter 2,5 Millionen Euro Umsatz im Jahr

Vorteile: Erhöhung der Eigenkapitalquote, erleichterter Zugang zum Kapitalmarkt, besseres Image des Unternehmens, Steigerung des Bekanntheitsgrads des Unternehmens
Nachteile: Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht, viele Formvorschriften, Verlust der alleinigen Kontrolle, höheres Stammkapital (50.000 Euro), Gewerbesteuerpflicht Vorteil: Sie haben die volle Kontrolle über Ihr Unternehmen.
Nachteil: Sie haften mit Ihrem gesamten Betriebs- und Privatvermögen für die Geschäfte Ihres Betriebs.

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