Was den Bio-Trend in nächster Zeit verändern wird
Bio war (vielleicht) schon gestern – regional und authentisch ist die Zukunft: Mit dem Erreichen der Kapazitätsgrenzen wird auch die viel beschworene Bioqualität in Frage gestellt. Ein Ausweg für glaubwürdige Anbieter könnte der Fokus auf konsequent regionale Produkte sein. Direktverkauf und „Qualität von hier“ haben gegenüber dem Label „Bio“ den Vorzug, dass der Vertrieb von vornherein nachhaltig ist und Herkunft wie Herstellung nachvollziehbar sind.
Außerdem würde dieser Weg einer Marktentwicklung zuwiderlaufen, die, bedingt durch die hohe Nachfrage, Bastarde wie transnationale Bio-Konzerne hervorbringt. In den USA gilt bereits die Devise: „Local is the new organic“.
Bio-Trend: Grüne Fonds als Zukunftsmarkt
Wie gesagt: Es ist davon auszugehen, dass sich Neo-Öko auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren progressiv entwickeln wird. Der Bio-Trend korrigiert sich selbst und passt sich den jeweiligen Marktgegebenheiten an. Und er erobert immer neue Branchen der Finanzdienstleistungen.
Wie das Sustainable Business Institute der European Business School, Östrich-Winkel, errechnet hat, sind auf dem europäischen Markt für nachhaltige Investments derzeit 1,3 Billionen Euro im Spiel. Allein in Deutschland gibt es 129 Publikumsfonds mit nachhaltig ökologischer Ausrichtung und einem Volumen von 13,8 Milliarden Euro. Bekanntester Fonds ist der „Öko Vision“ (www.oekovision.lu), der in regenerative Energien, umweltfreundliche Produkte und ökologische nahrungsmittel investiert.