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Vorwürfen und verbalen Attacken souverän begegnen

Lesezeit: 2 Minuten Im Geschäfts- und auch Privatleben bleibt es niemanden erspart, auf verbale Angriffe und Vorwürfe reagieren zu müssen. Ärger und Auseinandersetzungen gehören zum Leben und sind oft die Voraussetzung dafür, dass sich etwas positiv verändert. Relativieren Sie deshalb jede verbale Attacke als etwas Normales und bleiben Sie souverän. Der folgende Beitrag gibt Ihnen viele Tipps, wie Sie das machen.

2 min Lesezeit

Vorwürfen und verbalen Attacken souverän begegnen

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Allgemeine Tipps

Beginnen möchte ich mit einigen grundsätzlichen Verhaltensweisen, die immer gelten:

  • Erst zuhören, dann denken, dann reden.
  • Sprechen Sie den Angreifenden immer wieder mit seinem Namen an. Das besänftigt und zeigt, dass Sie ihn als Menschen wahrnehmen.
  • Begegnen Sie Vorwürfen grundsätzlich nicht mit Gegenvorwürfen. Retour-Kutschen bringen Sie nicht weiter und führen nur zu wechselseitigem Frust.
  • Konzentrieren Sie sich auf den sachlichen Inhalt und überhören Sie, so gut es geht, den vorwurfsvollen Ton des Angreifenden.
  • Setzen Sie immer wieder positive, deeskalierende Signale, auf die Ihr Gesprächspartner eingehen kann.
  • Begeben Sie sich niemals (wie meist der Angreifer) auf eine allgemeine Ebene, sondern sprechen Sie in Ich-Botschaften, nicht in Man-Botschaften.

Vier prinzipielle Reaktionsmöglichkeiten

Grundsätzlich haben Sie vier Möglichkeiten, auf verbale Attacken zu reagieren:

  1. Zustimmung
  2. Gegenwehr
  3. Ausweichen
  4. Standhalten

Oft ist eine Mischung zielführend, z. B. zunächst ausweichen, Zeit gewinnen, den Gegner sich abreagieren lassen und dann sich wehren. Oder: Teilweise oder ganz zustimmen, für eine gute Gesprächsatmosphäre sorgen und dann aber standhalten. Einzig die Mischung Zustimmung und dann Gegenwehr (oder umgekehrt) ist nicht sinnvoll und macht Sie unglaubwürdig.

1. Zustimmung

  • Zeigen Sie Verständnis für den Ärger Ihres Gegenübers.
  • Überraschen Sie den Angreifer, indem Sie zustimmen. Die Vorwürfe können Sie – bei besserer Gesprächsatmosphäre – hinterher relativieren.
  • Entschuldigen Sie sich, wenn der Fehler klar bei Ihnen liegt.
  • Bieten Sie Ihre Hilfe an. Fragen Sie: Was kann ich tun? Wie kann ich es wieder gut machen?

2. Gegenwehr

  • Weisen Sie die Attacken freundlich, aber entschieden zurück.
  • Rufen Sie die angreifende Person zur Ordnung, indem Sie deren Ton oder Wortwahl kritisieren.
  • Bringen Sie sachliche Gegenargumente vor, die Ihr Verhalten oder Tun begründen.
  • Sagen Sie klar, was Sie wollen und was nicht.

3. Standhalten

  • Betonen Sie, dass Sie Ihr Bestes geben oder nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben.
  • Weisen Sie darauf hin, dass jeder Fehler macht.
  • Gucken Sie neutral und schweigen Sie einfach.
  • Wiederholen Sie immer wieder Ihren Standpunkt oder ihre Entschuldigung.

4. Ausweichen

  • Lassen Sie den Angreifer seine Vorwürfe genauer erklären. Bitten Sie ihn oder sie, mehr Einzelheiten oder die ganze Geschichte zu erzählen.
  • Sagen Sie, dass Sie nicht sofort darauf reagieren können. Bitten Sie um Zeit, um nachzudenken oder bestimmte Dinge/Fakten zu klären.
  • Eine oftmals perfektes Ausweichmanöver ist die entwaffnende Gegenfrage, z. B.: Warum sagen Sie das? Oder: Was wollen Sie damit sagen?
  • Machen Sie es wie die Politiker: Gehen Sie nicht auf die Vorwürfe ein, sondern reden Sie über etwas völlig anderes, indem Sie beispielsweise sagen: "Lassen Sie uns nach vorne schauen. Wichtig für die Zukunft ist doch… ."

In diesem Sinne viel Erfolg!

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