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Vom Sie zum Du – so meistern Sie den Wechsel elegant

Lesezeit: 2 Minuten Ob im Beruf oder Alltag, ein "Du" schafft Nähe, ein "Sie" hält den Gesprächspartner auf Distanz. Doch es gibt einige Regeln, wann welche Anrede angebracht ist.

2 min Lesezeit
Vom Sie zum Du - so meistern Sie den Wechsel elegant

Vom Sie zum Du – so meistern Sie den Wechsel elegant

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Um den Übergang fließend zu meistern, sollten Sie die folgenden Tipps zum Siezen und Duzen beachten.

Knigge: Wer darf ein „Du“ anbieten?

Sobald zwei Menschen miteinander vertraut sind, kommunizieren sie in der Du-Form. Gerade im Geschäftsleben kann sich ein persönliches Verhältnis bezahlt machen, wie etwa bei einer Vertragsverhandlung. Wer sich kaum kennt, kann sein Gegenüber nicht duzen – oder gibt es Ausnahmen?

Im Business darf der Höhergestellte ein Angebot machen, indem er seine Kollegen mit ihrem Vornamen anspricht. Direkt daran knüpft er die Du-Form an und schon ist ein besseres Verhältnis hergestellt. Andersrum sollten Sie lieber abwarten, denn sonst tappen Sie in ein Fettnäpfchen. Lehnt der Vorgesetzte den Vorschlag ab, könnte das für peinliche Momente sorgen. Arbeiten die Kollegen in einer gleichrangigen Position, kommt es darauf an, wer länger im Betrieb angestellt ist. Die Emanzipation hat dazu geführt, dass diese Business-Etikette auch für Frauen gelten.

Anders sieht es im privaten Bereich aus: Hier haben Frauen prinzipiell das Recht einen Mann zu duzen, denn es heißt noch immer „Ladys first“. Darüber hinaus ist das Alter einer Person von entscheidender Bedeutung. Ältere Menschen sind mit Respekt zu behandeln, weshalb das Siezen zu empfehlen ist.

Die Anrede wechseln – aber richtig!

Manchen erscheint es angebracht, nach einem Wechsel der Anredeform zu fragen. Da man sich lange kennt, könne man vom Siezen zum Duzen übergehen. Nicht immer ist das die beste Entscheidung, da Sie Ihren Gesprächspartner in Bedrängnis bringen. Eventuell muss er Sie siezen, da dies zur Firmenpolitik gehört.

Besser ist eine freundliche Frage mit einer Fluchtmöglichkeit

„Wir kennen uns sehr lange und siezen uns die ganze Zeit. Ich fände es schön, wenn wir uns duzen könnten – sofern das für Sie in Ordnung ist. Falls nicht, würde das an unserer guten Beziehung nichts ändern. Sollte es aus beruflichen oder persönlichen Gründen unmöglich sein, verstehe ich das vollkommen.“

Reagiert das Gegenüber positiv auf Ihren Vorschlag, sollten Sie die neue Anredeform besiegeln. Früher war der sogenannte Bruderkuss üblich, der vielen Frauen körperlich unangenehm ist. Verzichten Sie auf Wangenküsse, denn es handelt sich um ein veraltetes Ritual. Ob Sie der Person ein Getränk spendieren, bleibt der Situation überlassen. Auf der Arbeit reicht ein Händedruck aus, während abends ein Cocktail angebracht ist, wahlweise mit oder ohne Alkohol.

Gute Gelegenheit finden

Warten Sie auf die richtige Situation, um eine solche Frage zu stellen. Eine lockere Atmosphäre ist der beste Moment, wie ihn eine Rauchpause oder die Firmenfeier zu bieten hat. Unter Kollegen ist das Mittagessen hervorragend dafür geeignet, während im Alltag ein freundliches Lächeln als Einladung genügen kann.

Achten Sie auf einen lockeren Tonfall, um keinen unnötigen Druck zu erzeugen. Sonst könnte sich jemand genötigt fühlen, auf Ihren Vorschlag einzugehen, obwohl er das gar nicht will. Kommt eine Person ins Grübeln, bieten Sie ihr einfach mehr Zeit für die Entscheidung an. Einige willigen aus Zwang ein und nehmen das „Du“ wieder zurück. Vermeiden Sie solche Situationen, da sie äußerst unangenehm sind.

In manchen Fällen kann das Duzen wie eine Diskriminierung wirken, etwa bei Ärzten, Polizisten, Verkäufern und Kunden. Dem Knigge zuliebe sollten Sie erst mit ihrer Erlaubnis vom Siezen zum Duzen wechseln.

Fazit

Das Siezen gehört zum guten Ton, ist aber mit einer Barriere verbunden. Um diese zu beseitigen, sollten Sie möglichst höflich die alternative Du-Form vorschlagen. Bieten Sie Ihrem Gegenüber einen „Fluchtweg“ an, damit beide das Gesicht wahren können.

Bildnachweis: Antonioguillem / stoock.adobe.com

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