Businesstipps Steuern & Buchführung

Verspätete Umsatzsteueranmeldung: Säumniszuschläge können Sie nicht auf Mitarbeiter schieben

Lesezeit: < 1 Minute Ein niedersächsischer Arbeitgeber staunte nicht schlecht, als ihm plötzlich Bescheide des Finanzamts auf den Schreibtisch flatterten, in denen er aufgefordert wurde, knapp 35.000 € Säumniszuschläge wegen verspäteteter Lohn- und Umsatzsteueranmeldungen zu zahlen. Seine Nachprüfungen ergaben, dass der damit beauftragte Mitarbeiter mehr als schlampig gearbeitet hatte und somit die Säumniszuschläge verschuldet hatte. Also legte er Einspruch gegen die Steuerbescheide ein und schob die Schuld seinem Mitarbeiter in die Schuhe – ohne Erfolg.

< 1 min Lesezeit

Verspätete Umsatzsteueranmeldung: Säumniszuschläge können Sie nicht auf Mitarbeiter schieben

Lesezeit: < 1 Minute
Säumniszuschläge wegen verspäteter Lohn- bzw. Umsatzsteueranmeldung
Der Bundesfinanzhof /BFH) entschied jetzt, dass die Säumniszuschläge nicht erlassen werden könnten, auch wenn der Arbeitgeber sich selbst von jeder Schuld an den Verspätungen freisprechen könne. Nach § 240 Abgabenordnung (AO) entstünden Säumniszuschläge unabhängig von einem Verschulden des Arbeitgebers, so die obersten deutschen Finanzrichter (BFH, Urteil vom 11. Mai 2007, Az.: V B 33/05).

Das bedeutet für Sie als Arbeitgeber
Wer die Voranmeldung zur Lohn- oder Umsatzsteuer nicht fristgerecht einreicht oder die Steuerschuld nicht pünktlich begleicht, riskiert hohe Säumniszuschläge. Da hilft es nach dem BFH-Urteil auch nichts, wenn ein Mitarbeiter Schuld an den Verspätungen hat. Zwar können Sie den verantwortlichen Mitarbeiter in Regress nehmen. Besser ist es aber, wenn Sie als Arbeitgeber selber ein Auge darauf haben, dass die Überweisungen pünktlich erfolgen und so Säumniszuschläge im Vorhinein ausgeschlossen werden.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: