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Verspätete Krankmeldung: Kündigung

Lesezeit: < 1 Minute Ein seit fast 15 Jahren beschäftigter Arbeitnehmer war innerhalb von 15 Monaten 4-mal nicht zur Arbeit gekommen und hatte seinen Arbeitgeber erst mittags mit einer Krankmeldung informiert. In den ersten 3 Fällen mahnte der Arbeitgeber ihn deshalb ab und wies ihn darauf hin, dass er sich morgens vor Arbeitsbeginn krankmelden müsse. Nach dem 4. Vorfall kündigte der Arbeitgeber.

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Verspätete Krankmeldung: Kündigung

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Die Kündigung war berechtigt – trotz der langjährigen Betriebszugehörigkeit und obwohl der Mitarbeiter Vater von 7-jährigen Drillingen war. Nach 3-maliger vergeblicher Abmahnung wegen einer verspäteten Krankmeldung durfte der Arbeitgeber davon ausgehen, dass der Mitarbeiter auch in Zukunft bei einer Krankmeldung gegen seine Pflichten verstoßen würde.

Erschwerend kam hinzu, dass jede verspätete Krankmeldung zu Betriebsstörungen führte. Der Arbeitgeber konnte die Einsatzpläne nicht mehr ändern. Die Kollegen mussten die Arbeit des ausgefallenen Mitarbeiters deshalb mit erledigen. Das musste der Arbeitgeber auf Dauer nicht hinnehmen (LAG Hamm, 2.9.2005, 13 Sa 991/05).

Beachten Sie: Unabhängig von der Krankmeldung sind Ihre Mitarbeiter verpflichtet, Ihnen bei Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Tagen spätestens am darauf folgenden Arbeitstag eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen (§ 5 EFZG). Auch Verstöße hiergegen können nach wiederholter vergeblicher Abmahnung die Kündigung rechtfertigen.

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