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Vergessen Sie mündliche Kündigungen!

Lesezeit: < 1 Minute Das BGB schreibt eindeutig vor, dass Kündigungen der Schriftform bedürfen (§ 623 BGB). Damit ist eine mündliche Kündigung genauso unwirksam wie eine Kündigung, die per E-Mail, SMS, WhatsApp, Facebook-Nachricht usw. erklärt wird. Ein neues Urteil des LAG Hamm zeigt, wie ernst die Arbeitsgerichte diese Vorschrift nehmen (LAG Hamm, Urteil vom 28.4.2017, 1 Sa 1524/16).

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Vergessen Sie mündliche Kündigungen!

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Arbeitnehmer kündigte mündlich

In dem Verfahren ging es darum, dass der Arbeitnehmer eine mündliche Kündigung ausgesprochen hatte. Das ganze geschah sogar mehrfach. Im April 2016 bestätigte der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer schließlich schriftlich, dass dieser mündlich gekündigt habe. Er teilte weiter mit, dass das Arbeitsverhältnis damit nach Ende der Kündigungsfrist beendet sei.

Gegen dieses Schreiben wendete sich der Arbeitnehmer. Er vertrat vor dem Arbeitsgericht die Auffassung, dass Bestätigungsschreiben könne das Arbeitsverhältnis nicht beenden. Darüber hinaus habe er auch nicht mündlich gekündigt.

Arbeitgeber wollte mündliche Kündigung beweisen

Der Arbeitgeber bot zwar Beweis dafür an, dass der Mitarbeiter mehrfach mündlich gekündigt hatte. Das Arbeitsgericht interessierte das aber überhaupt nicht. Denn selbst wenn der Arbeitgeber hätte beweisen können, dass der Arbeitnehmer mündlich gekündigt hat, wären diese Kündigungen wegen § 623 BGB (s.o.) komplett unwirksam.

Das Schreiben mit der Bestätigung der mündlichen Kündigung half dem Arbeitgeber also überhaupt nicht.

Was Sie als Arbeitgeber in einem solchen Fall tun können

Kündigt ein Mitarbeiter mündlich und Sie sind geneigt, die Kündigung zu akzeptieren, haben Sie nur eine Möglichkeit. Bitten Sie ihn, seine mündliche Kündigungserklärung schriftlich zu fixieren. Je schneller Sie das machen, desto größer ist die Chance, dass der Mitarbeiter seine Kündigungserklärung schriftlich abgibt.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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