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Ursachen und Symptome eines Burn-out

Lesezeit: 3 Minuten Nachdem das Phänomen Burn-out zunächst in helfenden Berufen auftauchte, hat es sich mittlerweile in der gesamten Wirtschaft und Verwaltung ausgebreitet. Jedes Jahr erleiden Tausende ehemals hoch motivierte Menschen den Zusammenbruch ihres körperlichen, geistigen und emotionalen Leistungsvermögens. Im Folgenden erfahren Sie etwas über Ursachen und Symptome eines Burn-outs.

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Ursachen und Symptome eines Burn-out

Ursachen und Symptome eines Burn-out

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Obwohl der Begriff Burn-out heute weit verbreitet ist, ist eine zuverlässige Diagnose nicht immer einfach. Was genau ist eigentlich unter einem Burn-out zu verstehen? Ursprünglich stammt der Begriff aus einem technischen Umfeld und übertragen auf den Menschen bedeutet Burn-out, dass der Betroffene „ausgebrannt“ ist und seine Leistungsfähigkeit aufgrund mangelnder Energiezufuhr verliert. Ein Burn-out entsteht, wenn ein Mensch über einen längeren Zeitraum hinweg mehr Energie abgibt als er an Energien regenerieren kann.

Ursachen eines Burn-out

Untersuchungen zeigen, dass es sowohl innere Ursachen für einen Burn-out gibt, die den Fokus mehr auf die Persönlichkeit des Betroffenen legen, als auch äußere Faktoren, die im Umfeld des Betroffenen zu suchen sind. Ein Burn-out entsteht letztlich durch das Zusammenspiel dieser beiden Gruppen von Einflussfaktoren.

Äußere Einflussfaktoren eines Burn-out sind zum Beispiel

  • eine zu hohe Arbeitsbelastung
  • kaum positives Feedback
  • keine klare Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben durch ständige Verfügbarkeit via Handy und/oder PC
  • Konflikte und Kompetenzgerangel im Beruf
  • häufige Konfrontation mit Problemen (z. B. Kunden, Patienten oder Schüler)
  • unklare Erwartungen oder hohe Zielvorgaben
  • Angst vor Arbeitsplatzverlust
  • Überforderung durch zu komplexe Aufgaben
  • administrative Zwänge.

Die genannten äußeren Einflussfaktoren erhöhen das Burn-out-Risiko enorm. Doch reichen Sie als alleinige Erklärung für das Burn-out-Syndrom nicht aus. Hinzu kommen muss ein zweiter wichtiger Einflussfaktor, bevor Menschen anfangen auszubrennen und das ist die Persönlichkeitsstruktur des Betroffenen mit seinen Wünschen und Ängsten.

An inneren Einflussfaktoren für das Burn-out-Syndrom können beispielsweise folgende Faktoren unterschieden werden:

  • Streben nach Perfektion
  • stark ausgeprägter Ehrgeiz
  • schlecht „Nein“ sagen können
  • der Wunsch, erfolgreich zu sein
  • der Wunsch, der/die Beste zu sein
  • der Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung
  • die Angst vor Ablehnung
  • die Angst, Erwartungen anderer nicht erfüllen zu können
  • die Angst vor Gesichtsverlust – z. B. wenn ein bestimmtes Projekt scheitert.

Solange die äußeren Rahmenbedingungen und Ihre innere Disposition – Ihre Ziele, Wünsche und Ängste – gut miteinander harmonisieren, ist die Gefahr auszubrennen, eher gering. Gefährlich wird es dann, wenn Sie mit Ihrer inneren Disposition auf entsprechend ungünstige äußere Umstände treffen, in denen Ihre Ängste verstärkt und die Erreichung Ihrer Wünsche und Ziele verhindert werden.

In diesem Fall sind Sie plötzlich Umständen ausgesetzt, die sowohl Ihren inneren Wünschen und Zielen als auch Ihren Ängsten entgegenstehen. Um trotzdem zu erreichen, was Sie im Innern anstreben oder zu vermeiden, wovor Sie Angst haben, müssen Sie Ihre Anstrengungen erhöhen. Sie müssen sich noch mehr anstrengen, um trotz der jeweiligen Umstände erfolgreich zu sein. Notfalls bis zur totalen Erschöpfung.

Symptome eines Burn-out

Menschen, die sich ausgebrannt fühlen, befinden sich in einem Zustand totaler Erschöpfung. Selbst von kleinsten Aufgaben fühlen Sie sich überfordert. Oft reagieren sie, indem sie sich in sich selbst zurückziehen. Im Verlaufe eines Burn-outs kommt es meist zu einem dramatischen Abbau der

  • sozialen,
  • emotionalen,
  • intellektuellen und
  • körperlichen Leistungsfähigkeit.

Bei Menschen, die vom Burn-out-Syndrom betroffen sind, kommt es meist zu einer Veränderung der Gefühlslage, was auch Auswirkungen auf das Beziehungsgeflecht sowohl im beruflichen als auch privaten Umfeld des Betroffenen hat. Folgende soziale Symptome können zum Beispiel bei Betroffenen häufig beobachtet werden:

  • Soziale Kontakte werden als Belastung empfunden
  • Die Konfliktfähigkeit ist verringert und es kann öfter zu übersteigerten Reaktionen kommen
  • Es kommt krankheitsbedingt zu häufigeren Fehlzeiten am Arbeitsplatz
  • Der Betroffene entwickelt eine Unfähigkeit, sich auf Mitarbeiter, Kunden, Patienten oder Schüler einzulassen
  • Es kommt zu einer Unlust, Menschen zu begegnen
  • Der Betroffene isoliert sich und zieht sich zurück (z. B. erhöhter Fernsehkonsum)
  • Es kommt zu Ehe- und Familienproblemen.

Die Veränderung der Gefühlslage drückt sich häufig auch in folgenden ausgewählten emotionalen Symptomen aus:

  • Hang zur Ungeduld, Intoleranz und Nörgelei
  • verringerte emotionale Belastbarkeit
  • Grundgefühl der Niedergeschlagenheit und Entmutigung
  • Verlust von Idealismus; Desillusion und Frustration
  • vermindertes Einfühlungsvermögen, vermehrtes mechanisches „Funktionieren“
  • starker Widerwille, täglich zur Arbeit zu gehen
  • vermehrt depressive Reaktionen und Rückzug.

Mit der sozialen und emotionalen Leistungsfähigkeit sinkt auch die geistige. Zunächst unmerklich, später rapide.

Bei den Betroffenen können sich dann folgende ausgewählte intellektuelle Symptome zeigen:

  • Konzentrationsstörungen und Neigung zu Tagträumen
  • Gefühl der Überforderung bei komplexen Aufgaben
  • Gedächtnisschwäche
  • Unproduktivität
  • mangelnde Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen
  • Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen
  • Dienst nach Vorschrift.

Häufig kommt es ausgelöst durch die starken psychischen Belastungen auch zu körperlichen Reaktionen, die in unterschiedlicher Intensität auftreten können:

  • Albträume und Schlafstörungen
  • Energiemangel, Müdigkeit und Erschöpfung
  • geschwächtes Immunsystem: Häufige Erkältungen und Grippe
  • sexuelle Unlust
  • vermehrter Griff zu Aufputschmitteln, Hilfs- oder Verdrängungsmitteln (z. B. Kaffee, Nikotin, Alkohol)
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • erhöhter Blutdruck und Puls.

Viele der genannten sozialen, emotionalen, intellektuellen und körperlichen Symptome sind nicht nur die Folgen eines Burn-out, sondern wirken zugleich auch als dessen Beschleuniger. Je früher Anzeichen für einen Burn-out erkannt werden, desto schneller kann der Burn-out-Teufelskreis unterbrochen und es können negative Folgen für die Gesundheit vermieden werden.

Bildnachweis: alfa27 / stock.adobe.com

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