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Urlaubszeit in Deutschland – Wer macht die Arbeit? Tipps für Kollegen!

Lesezeit: 2 Minuten "Urlaub ist die schönste Jahreszeit der Welt " - so oder ähnlich geht es zum Kalender und in die Freizeitplanung. Die Deutschen liegen beim Thema Urlaub ganz weit vorn in Europa und auch in der Welt. Wie geht das angesichts enormer Wirtschaftskrisen? Bei perfekter Urlaubsplanung müssen am Arbeitsplatz die Kollegen einspringen. Welche Tipps gibt es?

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Urlaubszeit in Deutschland – Wer macht die Arbeit? Tipps für Kollegen!

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Wie geht das mit dem langen Urlaubszeiten angesichts enormer Wirtschaftskrisen? Der Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf seinen Erholungsurlaub. Dies ist gleich in § 1 Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz) geregelt.

Urlaub ist eine gesundheitliche Notwendigkeit, um Energie für die weitere Arbeit zu tanken. Diese Tatsache ist unbestritten. "Urlaub ist die schönste Zeit der Welt " -dieses Gefühl sei auch jedem Menschen gegönnt!

Was sagt das Gesetz weiter dazu?

§ 7 des Mindesturlaubsgesetzes für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz) gibt den Rahmen vor:

(1) Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, dass ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen…
(2) Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, dass dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen…
Vor dem Hintergrund dieser Bestimmungen ist die Praxis der Urlaubsplanung in Deutschland gerade aus der Sicht der Arbeitgeber sehr liberal. Früher waren die Hauptzeiten für den Urlaub der Sommer sowie Ostern und Herbst. Das ist seit einigen Jahren ganz anders.
Mit wohlwollender Duldung der Arbeitgeber werden einzelne Tage der Freizeit so im Terminkalender platziert, dass mit den Wochenenden und den Feiertagen viele mittlere Blöcke für Kurzreisen existieren. Dies ist die Praxis der Brückentage.
Wenn die Wirtschaft läuft, funktioniert das ganz gut. Bei Engpässen oder bei Krisen ist das nicht mehr so einfach!

Wirkt sich die perfekte Urlaubsplanung auf die Projektarbeit in der Wirtschaft aus?

Was perfekte Urlaubsplanung aus der Sicht der Arbeitnehmer bedeutet, erleben wir alle seit vielen Jahren. Teilweise sind ganze Abteilungen im Öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft nicht mehr besetzt, wenn die Brückentage nahen.

Die jährlich beliebtesten Zeiten sind mit wechselnder kalendarischer Platzierung:

  • Weihnachten
  • Neujahr
  • Ostern
  • 1. Mai
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingsten
  • Fronleichnam
  • Tag der Deutschen Einheit
  • Allerheiligen

So besteht das Arbeitsleben aus einer langen Reihe von Kurzreisen, die zusätzlich von dem Rest des Langzeiturlaubs unterbrochen werden. Das ist für den Öffentlichen Dienst sicherlich kein Problem. Für die freie Wirtschaft, die auf ständige Innovation und steigende Umsätze ausgerichtet ist, stellen sich da ganz andere Fragen.

Gerade für ausgedehnte Projektarbeiten und teamgesteuerte Veränderungen im Betrieb ist es nicht gerade einfach, wenn über längere Strecken die entscheidenden Leute durch eine perfekte Urlaubsplanung ausfallen.

Solange die Umsätze laufen, sollte die liberale Haltung der Unternehmen sich nicht weiter auswirken. Was geschieht aber, wenn wir durch Wirtschaftskrisen bescheidener agieren müssen? Erste kritische Stellungnahmen sind schon da!

Sie müssen am Arbeitsplatz einspringen?

Man kennt die Situation am Arbeitsplatz. Die Kolleginnen A und B sowie die Kollegen C und D erfreuen sich mit Hilfe der Brückentage an häufigen Kurzurlauben an der See, im Gebirge oder in den Städten der Welt. Genau dann erfolgt eine Umstellung in der Produktion, ein Auftragsstau oder andere Sonderaufgaben.

Arbeitnehmer mit Kindern sind auf den Urlaub in der Ferienzeit der Kindergärten und Schulen angewiesen. Sie sind in der Firma in der Zeit der Brückentage präsent und springen für die anderen Mitarbeiter ein! Das gilt insbesondere für das Auftragshoch im Frühjahr und für das Weihnachtsgeschäft im Herbst.

Tipps für die Kolleginnen und Kollegen:

  • Gemeinsame Urlaubsplanung mit der Firmenleitung
  • Mögliche Berücksichtigung der Interessen aller Mitarbeiter
  • Abgleich von Firmenplanung und Urlaubsplanung
  • Gegenseitige Rücksichtnahme unter den Kolleginnen und Kollegen
  • Einsicht für dringende betriebliche Belange gerade in Krisenzeiten

Gemeinsam kann man so den verdienten Urlaub und den Arbeitsplatz sichern!

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