Businesstipps Unternehmen

Unterschied zwischen Manager und Führungspersönlichkeit: Worauf Sie achten sollten

Lesezeit: 3 Minuten Es gibt einiges, das Sie als Führungskraft beachten sollten. So auch beispielsweise der Unterschied zwischen einem stereotypen Manger und einer wirklichen Führungskraft. Welche wichtigen Unterschiede inhaltlich zwischen systemisch tätigen Managertypen und einer wirklichen Führungspersönlichkeit als Menschenführern bestehen und welche Bedeutung eine Unterscheidung hat, das sagt Ihnen dieser Artikel.

3 min Lesezeit
Unterschied zwischen Manager und Führungspersönlichkeit: Worauf Sie achten sollten

Unterschied zwischen Manager und Führungspersönlichkeit: Worauf Sie achten sollten

Lesezeit: 3 Minuten

Manager managen – Führungskräfte führen!

Es geht laut Definition des Begriffes „managen“ um Planung, Organisation, Führung und Erfolgskontrolle von Prozessen. In Realität stehen fast ausschließlich Fakten und Ergebnisse im Vordergrund! Zudem schmücken sich viele mit dem Titel Manager ohne ihn inhaltlich auszukleiden! Das führt dazu, dass dieser zunächst scheinbar bedeutende Begriff inhaltlich oft bei weitem nicht als so gehaltvoll erlebt wird, wie uns auf den ersten Blick glauben gemacht wird!

Oft genug wird zu wenig Wert auf die inhaltliche Abgrenzung zwischen den Begriffen Manager und Führungspersönlichkeit gelegt; die Unternehmen haben das Nachsehen.

Fachkompetenz schlägt nicht Führungskompetenz

Viele Manager halten sich aufgrund ihrer soliden fachlichen Ausbildung für Führungskräfte der Superlative. Ihnen ist dabei oft nicht bewusst, dass sie gar nicht führen. Schauen wir genauer hin, sind sie in der Praxis nicht selten Platzhalter bzw. Besetzer einer wichtigen Funktion. Hauptsache Titelträger!

Wo genau liegt der Unterschied zwischen einem Manager und einer Führungspersönlichkeit?

Manager geben Ziele und Aufgaben, Positionen und Kennzahlen vor. Sie steuern den Kurs auf die Ziele allenfalls noch mit Budgets, Maßnahmen, Zeiten und aus ihrer Sicht menschlichen Ressourcen! Innerhalb des Prozessmanagements achten sie darauf, dass etwas in diese ihre gewollte Richtung unternommen wird. Projektgruppen und Projektgespräche beherrschen die Szene, Commitments werden getroffen, das war’s!

Der wohl entscheidende Unterschied liegt am Ende in der Betrachtung der Prioritäten: Eine Führungspersönlichkeit stellt den Mitarbeiter in den Mittelpunkt ihrer Arbeit, Manager den systemisch-organisatorischen Prozess der Zielerreichung.

[adcode categories=“unternehmen,management“]

Mitarbeiter wird zur Nebensache

Der Mitarbeiter als Mensch, der schließlich die Arbeit verrichtet, interessiert den Managertyp nur nebensächlich. Mit der Planung und Organisation des Prozesses haben sie ja bereits ihren Job gemacht; und wenn es nicht funktioniert …!

Sie als Führungskraft sollten also immer auch auf Ihre Mitarbeiter achten. Vor allem da Menschen aktive Führung und Kommunikation, gerechtfertigte Anerkennung und ehrliche Wertschätzung mindestens genau so sehr brauchen wie Vorgaben und Kontrollen! Dafür ist in der klassischen Managementideologie allerdings weniger Raum vorgesehen.

In den Begriff „Management“ wird folglich meist mehr hineininterpretiert, wie dann inhaltlich gelebt wird oder gehalten werden kann! Die wohl treffendste Übersetzung, die ich für den Begriff „managen“ kenne, ist „getting things done by others.“

Managen ist nicht führen!

Je mehr vom Managen geredet wird, desto weiter sind wir meist in der Praxis vom Mitarbeiter als Menschen entfernt. Prozess- und Projektmanagement stehen auf der Tagesordnung. Das ist kurzfristig vielleicht manchmal verständlich, mittel- langfristig aber nicht Ohne für das Unternehmen!

Employer Branding

Employer Branding verkörpert die Summe der relevanten Systemfaktoren für ein Unternehmen als Arbeitgebermarke. Bei der Bildung einer Employer Brand werden sich deshalb in Zukunft auch noch so überzeugte Manager den Entwicklungen stellen müssen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden anspruchsvoller und können sich in Zeiten einer annähernden Vollbeschäftigung ihren Arbeitgeber nach Kriterien aussuchen, die abseits der reinen Beschäftigung und Entlohnung liegen und weit darüber hinaus Erwartungen auslösen.

Nicht nur das Unternehmen spielt eine Rolle

Potentielle neue Mitarbeiter, vor allem aber bereits beschäftigte Leistungsträger, sehen und erleben das Unternehmen und dessen Image nicht nur im Branchenumfeld, sondern durch ihre verantwortlichen Führungskräfte. Führungskonzepte und Strategien, Inhalte und Maßnahmen und vor allem professionelle gute Führungskräfte sind deshalb gefragter als je zuvor. Sie formen die Arbeitgebermarke maßgeblich.

Mitarbeiterfluktuation: Ein kostspieliges Vergnügen!

Meist wird es schnell unter den Tisch gekehrt: Mitarbeiter, die wegen Unzufriedenheit mit ihrer Führungskraft das Unternehmen verlassen, treiben die Kosten maßgeblich nach oben und ziehen Leistungsminderungen nach sich. Im schlimmsten Fall sogar verlorene Kunden.

Neue Mitarbeiter müssen aufwändig gefunden und mühevoll, manchmal über viele Wochen, eingearbeitet werden, ohne dass sie die Leistung ihrer Vorgänger zunächst erreichen können.

Achten Sie also darauf, dass Sie eine Führungspersönlichkeit und kein Manager werden.

Fazit:

  1. Managen ist nicht mit Führung gleichzusetzen!
  1. Führung beinhaltet immer auch Management, nicht so umgekehrt!
  1. Ziele, Prozesse, Verantwortlichkeiten, Budgets, Ressourcen spielen in beiden eine große Rolle!
  1. In der Führungsarbeit ist die wichtigste Priorität, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen und mitzunehmen!
  1. Im Zuge des Employer Branding wird die Arbeit professioneller Führungskräfte erheblich aufgewertet!

Freundliche Grüße aus Krefeld und viel Erfolg bei der Umsetzung wünscht Ihnen

Theo van der Burgt

Bildnachweis: Monkey Business / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: