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Unterschätzen Sie nicht die Fluktuationskosten!

Lesezeit: 2 Minuten Fluktuation ist für das Unternehmen kostspieliger, als vielfach vermutet. Oft ist es schwer, einen geeigneten Nachfolger für die freigewordene Stelle zu finden und die Knappheit an Arbeitskräften treibt die Kosten für die Nachbesetzung zusätzlich in die Höhe. Als Personaler sollten Sie daher die mit der Fluktuation verbundenen Kosten kennen und wissen, wie man Fluktuation vermeiden kann.

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Unterschätzen Sie nicht die Fluktuationskosten!

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Fluktuation bezeichnet das nicht vom Unternehmen beabsichtigte Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem Arbeitsverhältnis. Neben der vorhersehbaren und nicht vermeidbaren Altersfluktuation umfasst sie vor allem Kündigungen von Mitarbeitern, die sich aus verschiedenen Gründen entschließen, ihr Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen zu beenden.

Fluktuationskosten vermeiden

Je nach Länge der individuellen Kündigungsfrist bleibt oft nur wenig Zeit, für eine Nachbesetzung zu sorgen. Aber auch, wenn genügend Zeit für die Suche eines Nachfolgers zur Verfügung steht, entstehen erhebliche Kosten, die vielfach unterschätzt werden. Dieses Unterschätzen der Fluktuationskosten führt dazu, dass der Vermeidung von Fluktuation nicht immer die nötige Aufmerksamkeit beigemessen wird.

Wichtige Kostenfaktoren im Zusammenhang mit betrieblicher Fluktuation

  • Externe Kosten für die Personalsuche, z.B. durch Anzeigen oder Personalberater
  • Kosten für die Vorbereitung und Durchführung von Bewerbungsverfahren. Hierzu gehören die Übernahme von Fahrtkosten für den Bewerber ebenso wie die Personalkosten für die mit der Auswahl beschäftigten Mitarbeiter.
  • Kosten für Testverfahren, ggf. mit der Unterstützung externer Dienstleister
  • Kosten für die Einarbeitung. Hierzu zählen die Personalkosten für die Mitarbeiter, die den „Neuen“ einarbeiten, Seminare sowie die noch nicht vorhandene Produktivität des neuen Mitarbeiters.

Eine gewisse Fluktuationsrate lässt sich nie vermeiden und ist auch notwendig, um neue Impulse in das Unternehmen zu bekommen. Übermäßige Fluktuation gilt es jedoch zu vermeiden. Dies kann gelingen, indem folgende Aspekte beachtet werden.

Aspekte zur Fluktuationsvermeidung

Richtige Auswahlentscheidungen treffen. Falsche Auswahlentscheidungen führen insbesondere zu Frühfluktuation, d.h. zu Beendigung von Arbeitsverhältnissen innerhalb kurzer Zeit nach deren Beginn.

Wertschätzendes Führungsverhalten: Mitarbeiter, die sich durch ihre Führungskraft wahrgenommen, wertgeschätzt und gut vertreten fühlen, werden weniger bereit sein, das Unternehmen zu verlassen, auch wenn sie ein gutes Angebot haben oder die momentane Arbeitssituation nicht als ideal empfunden wird.

Transparentes Vergütungssystem und Nebenleistungen. Das Gehalt sollte nicht nur angemessen, sondern in der Höhe nachvollziehbar sein. Hier hilft natürlich eine Tarifgebundenheit oder eine allgemein zugängliche Vergütungsrichtlinie. Das Gleiche gilt im Wesentlichen für Nebenleistungen wie z.B. betriebliche Altersversorgung oder andere Leistungen.

Fluktuationsraten schwanken jährlich und es gibt keine allgemeine Aussage darüber, welche Höhe „normal“ oder akzeptabel ist. Wie sich eine Fluktuationsrate berechnet, lesen Sie in einem weiteren Beitrag in diesem Portal.

Bildnachweis: Monkey Business / stock.adobe.com

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