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Umsatzsteuerfreie Umsätze bei „Ausübung der Heilkunde“

Steuerfrei ist die ärztliche Tätigkeit, soweit es sich entsprechend Paragraph 2 Abs. 5 der Bundesärzteordnung um die "Ausübung der Heilkunde" handelt. Zur Ausübung der Heilkunde gehört jede Maßnahme, die der Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen dient.

Umsatzsteuerfreie Umsätze bei „Ausübung der Heilkunde“

Vorsorge ist auch "Ausübung der Heilkunde"
Leistungen der vorbeugenden Gesundheitspflege gehören zur Ausübung der Heilkunde (Verfügung der Oberfinanzdirektion (OFD) Frankfurt vom 07.04.2005, Az.: S 7170 A – 69 – St/2.30).

Daher ist die Tätigkeit von Ärzten wie folgt zu beurteilen:

  • Gutachten: Das Honorar für medizinische Gutachten ist nur dann umsatzsteuerfrei, wenn diese mit der Ausübung der Heilkunde im Zusammenhang stehen. Das sind also nicht alle medizinischen Gutachten.
  • Plastische Chirurgie: Hier gibt es ebenfalls unterschiedliche Tätigkeiten, die wie folgt abzugrenzen sind:
    1. Soweit es sich bei der ästhetischen Chirurgie um reine Schönheitschirurgie handelt, liegt in der Regel keine Ausübung der Heilkunde vor, sodass diese Umsätze der Umsatzsteuer unterliegen.
    2. Handelt es sich um plastische Wiederherstellung des Körpers bzw. seiner Funktionen, ist eindeutig von ärztlichen Leistungen auszugehen, die von der Umsatzsteuer befreit sind.

Vergleichbare Leistungen anderer Ärzte, z.B. Dermatologen oder Anästhesisten, sind ebenso zu behandeln.

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