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Triumph Adler: Richtig reagieren, wenn niemand mehr das Produkt haben will

Lesezeit: < 1 Minute Woran denken Sie, wenn Sie Triumph Adler hören? An die Traditionsmarke? An Schreibmaschinen? Jene Triumph Adler-Schreibmaschine vom Typ Gabriele war über Jahrzehnte Standard in Büros weltweit. Aber all das ist Vergangenheit. Robert Feldmeier, heutiger Geschäftsführer des Unternehmens, hat in die Gegenwart gerettet, was zu retten war: die Marke Triumph Adler – und ihre Kernkompetenz: das Büro als Markt.

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Triumph Adler: Richtig reagieren, wenn niemand mehr das Produkt haben will

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Fallstudie: Triumph Adler
Die Erneuerung, die Triumph Adler durchgemacht hat, steht für die Transformation, die in vielen Geschäften stattfindet. Hardware wird zur Nebensache: Nicht mehr das Gerät allein zählt, sondern das verkaufte Wissen, das beim Kunden die Wertschöpfung verbessert.

Heute berät Triumph Adler seine Kunden dabei, wie man beim Kopieren, Drucken und elektronischen Archivieren Geld sparen kann. Hardware gibt es nur noch als Dreingabe: Man verkauft und verleast Produkte des japanischen Partners Kyocera, eine eigene Fertigung existiert längst nicht mehr.

Den Namen entwickeln
Die Rückführung auf eine Kernkompetenz, plus Vermarktung von immaterieller Wertschöpfung, das steht bei vielen anderen Unternehmen künftig an. Nach einer wechselvollen Geschichte (Triumph Adler-Eigentümer: Grundig, Litton, Volkswagen, Olivetti) und einer Aufstellung als Mischkonzern trennt sich Feldmeier von den meisten Geschäften: Bautechnik, Gesundheit, Puppen, Trompeten – all diese Geschäfte werden eingestellt.

Heute verkauft Triumph Adler Sorglos-Pakete für das Büro
Anwenderbeispiel: Die Volksbank Allgäu betreibt in 20 Filialen 230 Kopierer von 25 verschiedenen Herstellern. Mitarbeiter betreuen die Geräte und bestellen Material und Nachschub – ein komplexer und teurer Vorgang. Kunden wie diesen verspricht Triumph Adler: „Wir sparen 15 Prozent Ihrer Druckkosten."

Der Dienstleister analysiert den Arbeitsfluss, optimiert, berät, stellt eigene Geräte auf (Drucker, Fax, Kopierer) und berechnet dem Kunden die Nutzung, gezahlt wird pro Seite Papier. Die Volksbank Allgäu konnte mit diesem Vorgehen 12.000 Euro Kosten im Jahr sparen – und kein Banker muss sich mehr um Toner, Papier, Wartung und Service kümmern.

Fakten
Für das Jahr 2008 erwartet Triumph Adler einen Umsatz von 445 Mio. Euro, nach 336 Mio. Euro im Jahr 2005. Das Unternehmen beschäftigt 1.400 Mitarbeiter. Erfolg bislang: Mit seinem Angebot macht Triumph Adler in der Branche mehr Umsatz als Canon und Xerox zusammen. Der europäische Markt soll angegangen werden, in Deutschland gibt es bereits 33.000 Kunden. Die Aktien sind börsennotiert.

Kontakt
Robert Feldmeier
Triumph-Adler AG,  Nürnberg
Tel.: 0911/689 80
Internet: http://www.triumph-adler.de/

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