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Tipps zum Umgang mit Bewerber-Unterlagen

Lesezeit: 2 Minuten Kleine Schummeleien und Betrügereien bei der Einstellungsbewerbung sind kein Kavaliersdelikt. Leider lässt sich in den letzten Jahren feststellen, dass es immer mehr Bewerber mit der Ehrlichkeit nicht so genau nehmen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie die folgenden vier Tipps beim Umgang mit Bewerber-Unterlagen unbedingt beachten.

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Tipps zum Umgang mit Bewerber-Unterlagen

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1. Vergleichen Sie die Bewerbung mit vorhandenen Unterlagen
Wenn Verdacht auf Fälschung von Bewerbungsdokumenten besteht, hilft ein Blick in die Personalakten anderer Bewerber, um Abweichungen zu bemerken.

Solche Abweichungen können darin bestehen, dass

1. äußeres Erscheinungsbild,
2. Schriftbild und
3. Schriftcharakteristik

der Unterlagen nicht stimmig sind.

Auch die Wortwahl gibt Aufschluss, ebenso der einfache Abgleich zwischen Diktatzeichen und Unterschriften. Rückfragen beim Personal im Hause mit vergleichbarer Ausbildung und Laufbahn sind oft hilfreich.

Aus der folgenden Checkliste können Sie ersehen, worauf Sie bei der Überprüfung von Bewerbungsunterlagen besonders achten müssen.

1. Analysieren Sie die Bewerbungsunterlagen durch folgende Fragestellungen:

  Ja Nein
Entspricht die optische Qualität der Bewerbungsunterlagen Ihren Erwartungen?    
Ist der Lebenslauf frei von logischen Fehlern?    
Haben Sie daran gedacht, dass Sie sich im Zweifel Original-Unterlagen vorlegen lassen?    

Achten Sie darauf, dass alle Fragen mit einem "Ja" abgehakt werden! Ist das nicht der Fall, müssen Sie die Bewerbung noch einmal besonders kritisch prüfen.

2. Haben Sie Anhaltspunkte dafür, dass in der Bewerbung mit Tricks gearbeitet wurde?

  Ja Nein
Liegen Betrügereien bei früheren Arbeitgebern vor?    
Sind die Erfahrungen in angeblich leitenden Funktionen tatsächlich vorhanden?    
Werden fehlende Unterlagen mit Insolvenz oder Konkurs eines früheren Arbeitgebers entschuldigt?    
Sind Kompetenzen überzogen dargestellt?    
Weist der Lebenslauf wegen Selbstständigkeit zeitliche Lücken auf?    
Werden Qualifikationen vorgetäuscht?    
Liegen falsche Referenzen vor?    
Besteht eine hohe Verschuldung oder drohen Pfändungen?    
Liegen Beschäftigungszeiten im Betrieb naher Verwandter vor?    
Sind Zeugnisse, Bescheinigungen, Diplome oder wissenschaftliche Arbeiten gefälscht oder selbst geschrieben?    

Alle Fragen, die Sie mit "Ja" beantworten, müssen Sie näher untersuchen. Dazu sollten Sie gegebenenfalls Nachforschungen anstellen und notfalls eine Auskunftei oder eine Detektei beauftragen.

2. Klären Sie die Referenzen tatsächlich ab
Sofern die Bewerbungsmappe Referenzen und Beurteilungen durch frühere Arbeitgeber enthält, sollten Sie von ihnen auch Gebrauch machen. Bereiten Sie den Kontakt dafür gegebenenfalls telefonisch vor und holen Sie sich danach schriftlich Auskünfte ein.

Prüfen Sie dabei alle vom Bewerber angegebenen Stationen, um zu klären, ob auch alle Bewerberangaben und Daten stimmen. Noch aufschlussreichere Informationen erhalten Sie, wenn Sie Auskunftspersonen in Erfahrung bringen, die der Bewerber nicht genannt hat.

 

 

3. Fragen Sie Kollegen an früheren Arbeitsplätzen
Sowohl in der Personalabteilung als auch bei Vorgesetzten, Kollegen und früheren Mitarbeitern des Bewerbers sollten Sie vorsichtig hinterfragen, ob der Bewerber vielleicht weggelobt wurde. In Zweifelsfällen oder bei nachhaltig andauerndem unguten Gefühl, weil keine konkrete Klärung erlangt werden konnte, sollten Sie externe Ermittler einsetzen.

 

4. Kündigen Sie dem Bewerber Ihre Untersuchung an
Oft hilft bereits die Mitteilung an den Bewerber, dass eine intensive Untersuchung der Unterlagen vorgenommen wird. Lassen Sie sich hierfür ein Revers mit Einverständniserklärung unterschreiben.

Aktuelle Erkenntnisse haben ergeben, dass etwa 15 Prozent der Bewerber zu diesem Zeitpunkt ihre Bewerbung zurückziehen. Vermutlich der größte Teil davon mit unredlichen Absichten bei der Bewerbung. Ungeübte Schwindler legen aus Angst vor Entdeckung sofort den Rückwärtsgang ein.

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