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Teilzeit: Verteilung der Arbeitszeit muss zumutbar sein

Lesezeit: < 1 Minute Nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Teilzeitarbeit. Aber: Müssen Sie als Arbeitgeber den Vorstellungen Ihrer Mitarbeiter bezüglich der Arbeitszeit immer entsprechen? Unter welchen Voraussetzungen Sie die Verteilungswünsche zurückweisen können, lesen Sie hier.

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Teilzeit: Verteilung der Arbeitszeit muss zumutbar sein

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Betriebliche Gründe sind zu berücksichtigen
Ein Arbeitnehmer verlangte nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz von seinem Chef die Herabsetzung seiner Arbeitszeit von 35 auf 32 Stunden. Zudem wollte er nicht mehr von Montag bis Freitag, sondern nur noch montags bis donnerstags arbeiten. Bei der Verringerung der Stundenzahl zog der Arbeitgeber noch mit, bei der Verteilung der Arbeitszeit war dann aber Schluss.
Wegen der vielen Dienstreisen würde der Mitarbeiter noch weniger Stunden im Betrieb verbringen. Außerdem seien ihm die Hände gebunden, weil in einer Betriebsvereinbarung eine 5-Tage-Woche vorgesehen ist. Das Gericht hielt die vorgetragenen Gründe des Arbeitgebers für überzeugend. Der Verteilung der Arbeitszeit nach dem Wunsch des Arbeitnehmers wurde nicht entsprochen. (LAG Berlin, Urteil vom 23.1.2002, Az.: 19 Sa 1982/01, nicht rechtskräftig) Aus den nachfolgenden Gründen können Sie der Verteilung der Arbeitszeit widersprechen:

  • wesentliche Beeinträchtigung derOrganisation
  • Arbeitsablauf
  • Sicherheit im Betrieb
  • Verursachung unverhältnismäßigerKosten
  • bei entgegenstehenden Betriebsvereinbarungen.

Für den Fall, dass in Ihrem Unternehmen mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt sind (Teilzeitkräfte zählen jeweils voll), hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass jeder Arbeitnehmer die Verringerung seiner Arbeitszeit verlangen kann, wenn er länger als 6 Monate im Betrieb beschäftigt ist. Dieser Anspruch ist nur dann ausgeschlossen, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen.
Auch die Verteilung der Arbeitszeit kann der Arbeitgeber nur aus betrieblichen Gründen zurückweisen. Dafür müssen rational nachvollziehbare Gründe vorliegen. Dem Gericht genügte hier der Hinweis auf die entgegenstehende Betriebsvereinbarung. An diese ist der Arbeitgeber schließlich gebunden. Auch war für die Richter nachvollziehbar, dass der Arbeitgeber ein Interesse daran hatte, dass der Arbeitnehmer in gewissem Umfang im Betrieb präsent ist.

 

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