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Tante-Emma-Esoterik im Business

Lesezeit: 2 Minuten In einer Gesellschaft, die sich nach neuer Verzauberung sehnt, dringt Spiritualität in wirklich alle Bereiche ein – auch in die Geschäftswelt.

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Tante-Emma-Esoterik im Business

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Der Soziologe Max Weber hat vor genau 100 Jahren darauf hingewiesen, dass es eine direkte Kausalität zwischen protestantischem Christentum und der Entstehung und Durchsetzung der kapitalistischen Produktionsweise gibt.

In seinem epochalen Werk "Die protestantische Arbeitsethik" hat er die Bedeutung von Spiritualität und Religiosität auf die Welt der Arbeit deutlich hervorgehoben. In der modernen Welt von New Work und Life-Work-Balance wirkt dieser Zusammenhang weit hergeholt.

Doch die religiösen Supermärkte von heute und die Orientierungskrise nach der New Economy schaffen neue Berührungsflächen für das Business der Zukunft.

Hier nur einige ausgewählte Beispiele dafür. Sie verdeutlichen, auf welch unterschiedlichen Ebenen sich Spiritualität und transkonsumistische Ökonomie in Zukunft berühren werden.

Faith Based Business
Die so genannte Vertrauensökonomie findet auf zwei Ebenen statt. Zum einen enthält sie die Überlegung, dass die soziale Verantwortung zukunftsfähiger Ökonomien in den nächsten Jahren eine immer größere Rolle spielen wird. Darüber hinaus werden spirituelle Konzepte verstärkt in Management-Ansätze inkorporiert.
Der japanische Konsumgüterhersteller Kao, zu dem u.a. eine Marke wie Jergens gehört, arbeitet offensiv mit Prinzipien des Zen-Buddhismus.

Imagination Therapy
Eine neue therapeutische Dienstleistung, die darauf abzielt, bei den Mitarbeitern die Fähigkeit zum Träumen, freien Assoziieren und kreativen Weiterdenken neu zu stimulieren.
Imagination Therapy verkörpert damit eine Gegenmaßnahme zur eindimensional verengenden Logik der täglichen Computerarbeit. Therapeuten, die damit in den USA bereits erfolgreich arbeiten, kombinieren Versatzstücke aus Yoga und der C.G. Jungschen Psychotherapie zu einem Ansatz, der ebenso einfaches wie grenzenloses Denken wieder möglich macht.

Corporate Spirituality
Weitsichtige Unternehmen werden in Zukunft während der Arbeitszeit Raum schaffen für Mitarbeitermeditationen, Gottesdienste und für Gesprächsangeboten zu spirituellen Themen.
Gerade die Human-Resources-Abteilungen regen immer häufiger solche spirituellen Fortbildungen an, weil sich das Unternehmen dabei ganzheitlich und intensiv für die Mitarbeiterzufriedenheit engagieren kann. Dabei wurde auch entdeckt, dass spirituelle Incentives die Kreativität der Mitarbeiter fördern.
Selbstredend spiegelt sich in dem Trend Corporate Spirituality auch die Tatsache, dass Privates und Berufliches immer stärker ineinander über geht.
Und der Trend ist noch einmal ein Anzeichen dafür, wie stark das Vertrauen in die hergebrachten spirituellen Institutionen geschwunden ist.

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