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Superlativ: Optimaler als optimal geht nicht – am optimalsten schon gar nicht

Lesezeit: < 1 Minute Gerade in der Werbeindustrie wird der Superlativ in jeglicher Form gerne benutzt. Peinlich wird es aber, wenn ein Superlativ überhaupt nicht für das jeweilige Wort existiert. Die Werbewirkung ist dann eher gering, wenn man sich so der Lächerlichkeit preisgibt.

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Superlativ: Optimaler als optimal geht nicht – am optimalsten schon gar nicht

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Fast schon vergnüglich las sich der Werbebrief eines Internet-Programmierers. Darin hieß es:
"Website-Programmierung ist bei Weitem nicht die einzigste Leistung, die wir anbieten. Wir unterstützen unsere Kunden auch gern mit der für sie optimalsten Lösung in Sachen E-Mail-Kommunikation. Sie werden sehen: Mit unserer Hilfe erzielen Sie mit minimalstem Aufwand den maximalsten Erfolg. Die Investition lohnt sich, zumal sie in Ihrem Arbeitsalltag in keinster Weise zu mehr Aufwand führt."

Gewiss, die Werbesprache lebt bis zu einem gewissen Grad von Übertreibungen. Aber aufgepasst: Nicht alle Eigenschaftswörter lassen sich beliebig steigern. Gleich fünf Wörter verwendet der Verfasser in der höchsten Steigerungs-Stufe, dem so genannten Superlativ, obwohl diese Wörter gar nicht steigerbar sind:
Diese Wörter kann man nicht steigern
Begründung
Die einzige Leistung
Steigerung nicht nötig: Es gibt nur eine Leistung
Die optimale Lösung
Der Superlativ steckt schon im Ursprung des Wortes: Das lateinische Wort "optimus" bedeutet "der Beste".
Der minimale Aufwand
Auch hier steckt der Superlativ schon im Herkunftsbegriff: Lateinisch "minimus" heißt "der Kleiste".
Der maximale Erfolg
Und wieder ein lateinischer Superlativ "Maximus" bedeutet "der Größte".
In keiner Weise
Absolute Begriffe wie "kein" brauchen keine Steigerung
Bei der Zeugnis-Sprache müssen Sie allerdings eine sprachlich nicht ganz korrekte Ausnahme von dieser Regel in Kauf nehmen. Wollen Sie das Verhalten eines Mitarbeiters mit der Note 1 beurteilen, lautet die gängige Formulierung: "Herr Mustermann arbeitete stets zu unserer vollsten Zufriedenheit." Dieser Superlativ ist zwar sprachlicher Unsinn – voller als voll geht nicht -, aber eben doch die einzig gebräuchliche Wendung für die Bestnote. Würden Sie nur "stets zu unserer vollen Zufriedenheit" schreiben, wäre das gleichbedeutend mit der Note 2.

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