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Studie zur Arbeitszufriedenheit in Jobcentern

Lesezeit: < 1 Minute Über 2.000 befragte Mitarbeiter in Jobcentern berichten von einem ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl und guter sozialer Unterstützung. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Beschäftigte in den Jobcentern sind oft emotional belastenden Situationen ausgesetzt. In der Studie ABBA wurde die Arbeitszufriedenheit gemessen.

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Studie zur Arbeitszufriedenheit in Jobcentern

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Eine hohe Arbeitsbelastung führt häufig zu einer emotionalen Erschöpfung. Das Projekt "ABBA – Arbeitsbelastungen und Bedrohungen in Arbeitsgemeinschaften nach Hartz IV" hat einen Zwischenbericht veröffentlicht, in dem die unterschiedlichen Belastungssituationen von 2.000 Mitarbeitern in zwölf Arbeitsgemeinschaften untersucht wurden.

Zu den positiven Ergebnissen der Studie zählten, dass "die Mitarbeiter von einem ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl und guter sozialer Unterstützung berichteten. Auch die Führungsqualität wurde im Durchschnitt mit gut bewertet" (Pressemitteilung der DGUV vom 04.01.2009).

Wie wurde die Arbeitszufriedenheit gemessen?
Etwas ausführlicher möchte ich mich mit dem Messinstrumentarium zur Arbeitszufriedenheit beschäftigen. Die Untersucher verwandten ein Verfahren des Testpsychologen Brüggemann zur Arbeitszufriedenheit. Dabei gehen sie davon aus, dass Arbeitszufriedenheit durch einen Soll-Ist-Vergleich entsteht. In seinem Verfahren lassen sich unterschiedliche Formen von Arbeitszufriedenheit messen:

  • Progressiver AZ: Der Soll-Ist-Vergleich ist positiv, aber das Anspruchniveau steigt dadurch.
  • Stabilisierter AZ : Der Soll-Ist-Vergleich ist positiv und das Anspruchniveau bleibt unverändert.
  • Resignativer AZ: Der Soll-Ist-Vergleich ist negativ und zur Kompensation sinkt das Anspruchsniveau.
  • Pseudo AZ: Das Anspruchniveau ist negativ und das Anspruchniveau bleibt unverändert, dafür wird die Situation verfälscht (geschönt) wahrgenommen. 

Personalpraktiker und Betriebspsychologen kennen diese Phänomene. Ein Hilfsarbeiter wird seine Ansprüche reduzieren, um nicht in einen dauerhaften Konflikt mit seiner eigenen Selbsteinschätzung und zur Arbeitsplatzzufriedenheit zu geraten.

Zu den Ergebnissen zählte, dass die Vermittlungsabteilung augenscheinlich mehr Einfluss bei der Arbeit hat als die Leistungsabteilung. Beide liegen aber im auffälligen Bereich. Die Bedeutung der Arbeit wird hingegen in der Leistungsabteilung positiver wahrgenommen.

Weitere Ergebnisse aus der Studie ABBA
Seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II spielen sich die Kunden/Berater- Verhältnisse gegenseitig aus. Die hohe Arbeitsbelastung spiegelt sich in den Angaben zur emotionalen Erschöpfung. In der Folge andauernder Belastungssituationen kommt es in einzelnen ARGEn bei den Mitarbeitern zu psychosomatischen Beschwerden.

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