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Studie zur Arbeitsfähigkeit bei über 50-jährigen Arbeitslosen

Lesezeit: 2 Minuten Eine Studie aus dem Modellversuch Lotse ergab, dass die Arbeitsfähigkeit von über 50-jährigen Arbeitslosen etwas ungünstiger ausfällt als beim Durchschnitt. Allerdings kann auch der Beweis angetreten werden, dass sich die Arbeitsfähigkeit im Laufe einer zielgerichteten Weiterbildungsmaßnahme deutlich verbessern lässt.

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Studie zur Arbeitsfähigkeit bei über 50-jährigen Arbeitslosen

Lesezeit: 2 Minuten

Individuelle Arbeitsfähigkeit lässt sich durch zielgerichtete Instrumente der Weiterbildung und der Gesundheitsförderung verbessern. Dieses Ergebnis zeichnet sich auch in einer Studie mit über 50-Jährigen Arbeitslosen ab. 

Die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (AGS) hatte zusammen mit der Wirtschaftsakademie Elmshorn und dem Projektbüro Dr. Breitkreuz und Kollegen aus Kiel einen Ideenwettbewerb des Landes Schleswig-Holstein gewonnen, damit über 50-jährige Arbeitslose im Arbeitslosengeld II-Bezug oder ohne Leistungen in den Arbeitsmarkt wieder integriert werden können. Der Modellversuch Lotse hat eine Laufzeit vom 01.04.2008 bis zum 31.03.2010. Zu den wesentlichen Bausteinen des Modellversuchs gehören: 

  • Gesundheitsförderung
  • Arbeitsfähigkeitsmessung durch den WAI
  • Qualifizierung und Weiterbildung
  • Einarbeitungsbegleitung
  • Ernährungsberatung
  • Schuldnerberatung
  • Coaching und
  • Bewerbungsberatung

Die Messung der Arbeitsfähigkeit durch den WAI
Der Workabilty-Fragebogen (WAI) umfasst sieben Dimensionen für die Messung der Arbeitsfähigkeit:  

  1. Derzeitige Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur besten jemals erreichten Arbeitsfähigkeit.
  2. Derzeitige Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die körperlichen und psychischen Anforderungen.
  3. Aktuelle Zahl der ärztlich diagnostizierten Krankheiten.
  4. Ausmaß der Arbeitseinschränkungen aufgrund der Erkrankung/Verletzung.
  5. Krankheitsbedingte Arbeitstage während der letzten 12 Monate.
  6. Eigene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit während der letzten 12 Monate.
  7. Mentale Ressourcen und Befindlichkeiten.

Das Verfahren der Erhebung der Arbeitsfähigkeit
Zwischenzeitlich wurden mit mehr als 30 Teilnehmern/Teilnehmerinnen Erstgespräche und mit mehr als 10 Teilnehmern/Teilnehmerinnen intensive Zweitgespräche geführt. Dabei wurden die Erhebungs- und Beratungsgespräche ganzheitlich geführt. Die Beratungskomplexe umfassten dabei – neben der Messung der Arbeitsfähigkeit- die Qualifizierung und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Erste Ergebnisse zur Arbeitsfähigkeit 
Nach mehr als 30 Ersterhebungen fallen die Ergebnisse etwas ungünstiger aus als bei der Gesamtpopulation der Erwerbstätigen. In den beiden unteren Kategorien befanden sich im Lotse-Set gut 60% der Fälle, während sich in den standardisierten Vergleichserhebungen 50% der Fälle befinden. Besonders deutlich – stärker als erwartet – fielen aber in den Zweiterhebungen die Verbesserungen der Arbeitsfähigkeitsprofile auf.  

Lässt sich das Verfahren auf alle Erwerbstätigen anwenden? Dazu lautete meine Antwort – als jemand der die Erhebungen dokumentierte – uneingeschränkt ja! Ein Status quo eines Mitarbeiters sollte jederzeit als Ausgangsposition für eine Personalentwicklung und Gesundheitsförderungen genommen werden. Das Verfahren hat sich in der Praxis bewährt!

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