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Stille Beteiligung: Verluste von vor 2003 weiter abziehbar?

Lesezeit: < 1 Minute Seit 2003 dürfen Sie Verluste Ihrer GmbH, die Sie durch eine stille Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft verzeichnen, nur noch mit späteren Gewinnen aus derselben Beteiligung verrechnen, nicht aber mit anderen Einkünften.

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Stille Beteiligung: Verluste von vor 2003 weiter abziehbar?

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In einem aktuellen Urteil hält der BFH es für zweifelhaft, ob die Regelung für die stille Beteiligung auch rückwirkend für Beteiligungsverluste vor 2003 anzuwenden ist (BFH, 3.2.2005, Az.: I B 208/04).Der Fall: Eine GmbH erwarb 2002 eine stille Beteiligung an einer AG. Es wurde vereinbart, dass die GmbH eventuelle Verluste der AG bis zu einer bestimmten Höhe trägt. 2003 musste die GmbH tatsächlich Schulden ausgleichen.

Die durfte sie nach der inzwischen geänderten Rechtslage nicht mehr als Betriebsausgaben abziehen. Dagegen klagte die GmbH und hatte schließlich vor dem BFH Erfolg.Die Richter bezweifeln, dass der 2003 in Kraft getretene § 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz EStG mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Und zwar deshalb, weil er auch Verluste aus Beteiligungen betrifft, die vor 2003 eingegangen wurden. Die GmbH habe die stille Beteiligung zu einem Zeitpunkt vereinbart, als Verlustabzüge daraus noch ohne Einschränkung von der Steuer abgezogen werden konnten.

Für solche Fälle sei es möglicherweise gerechtfertigt, einen Verlustabzug nach altem Recht weiterhin zuzulassen.

Tipp: Hat Ihre GmbH vor 2003 eine stille Beteiligung übernommen, sollten Sie eventuelle Verluste daraus weiterhin steuerlich geltend machen. Stellt sich das Finanzamt quer, legen Sie Einspruch ein und beantragen die Aussetzung der Vollziehung. Verweisen Sie auf das Urteil des BFH.

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