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Steuerliche Vorteile bei Geschäftswagen

Ein Geschäftswagen bringt Ihnen steuerliche Vorteile. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass Sie, wenn Sie den Wagen privat nutzen, Steuern zahlen müssen. Viele Selbstständige lassen sich aber auch Abzugsmöglichkeiten entgehen, weil sie nicht über die volle Ausschöpfung Bescheid wissen.

Steuerliche Vorteile bei Geschäftswagen

Ein Nutzfahrzeug zählt zweifellos zu Ihrem Betriebsvermögen. Das Finanzamt wird hier auch keine Privatnutzung unterstellen. Auch die Ausgaben im Zusammenhang mit seiner Anschaffung und Unterhaltung sind Betriebsausgaben. Ob aber Ihr Pkw zum Betriebs- oder Privatvermögen zählt, hängt davon ab, zu wie viel Prozent Sie ihn tatsächlich betrieblich nutzen.

Zuordnung zum Betriebs- oder Privatvermögen:

Betriebliche Nutzung Zuordnung
Weniger als 10% Privatvermögen
10% bis 50% Wahlrecht: Betriebs- oder Privatvermögen
Mahr als 50% Betriebsvermögen

Wichtig: Ermitteln Sie Ihren Gewinn mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung statt einer Bilanz, müssen Sie den Pkw im Anschaffungsjahr zu mindestens 50% betrieblich nutzen, wenn Sie ihn im Betriebsvermögen führen wollen. Ab dem zweiten Jahr reichen dann 10% betriebliche Nutzung aus (R 13 Abs. 1 Satz 6 EStR).

Die Auswirkung der Zuordnung:

Geschäftswagen (im Betriebsvermögen) Privatwagen (im Privatvermögen)
Alle Pkw-Kosten sind Betriebsausgaben(Benzin, Reparaturen, Steuern usw.) Alle Pkw-Kosten bezahlen Sie privat
Für Ihre Privatnutzung setzen Sie einen Gewinnzuschlag an, der zu versteuern ist Sie rechnen nur Geschäftsfahrten pauschal oder in tatsächlicher Kostenhöhe gewinn- und damit steuermindernd ab
Kaufpreis
Zunächst müssen Sie zwischen Kaufpreis und laufenden Kosten unterscheiden. Den Kaufpreis für Ihren Geschäftswagen setzen Sie nicht in voller Höhe als Betriebsausgaben an, sondern schreiben ihn ab. Für einen Neuwagen, den Sie nach dem 31.12.2000 angeschafft haben, gelten schlechtere Abschreibungsbedingungen als für Käufe bis zu diesem Stichtag.Wenn Sie den Wagen im ersten Halbjahr kaufen, nehmen Sie die volle Jahresabschreibung in Anspruch; kaufen Sie ihn im zweiten Halbjahr, setzen Sie nur die Hälfte an (R 44 Abs. 2 Satz 3 EStR).Kaufen Sie einen gebrauchten Geschäftswagen, so müssen Sie zwei Unterschiede beachten:

1. Sie dürfen keine Sonderabschreibungen vornehmen.
2. Sie setzen die Nutzungsdauer geringer als bei Neuwagen an, indem Sie realistisch schätzen. Eine allgemeingültige Formel hierfür gibt es nicht.

Laufende Kosten
Die laufenden Kosten für Betrieb und Wartung des Geschäftswagens verbuchen Sie sofort und zu 100% als Betriebsausgaben. Achten Sie darauf, die entsprechenden Quittungen, Rechnungen und Bescheide aufzubewahren. Für einen eventuellen Vorsterabzug ist es wichtig, dass die Umsatzsteuer korrekt ausgewiesen ist.

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