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Stellenanzeigen: Von Spidern und Zombies

Lesezeit: 2 Minuten Die Stellensuche im World Wide Web hat bisweilen kuriose Auswüchse. Manche Stellenanzeigen tauchen immer wieder auf, obwohl sie längst besetzt sind oder nie wirklich vakant waren. Um unliebsame Enttäuschungen bei der Stellensuche zu vermeiden, ist der folgende Artikel hilfreich.

2 min Lesezeit

Stellenanzeigen: Von Spidern und Zombies

Lesezeit: 2 Minuten

Spider sind so genannte Computer-Programme, die tausende von Homepages nach offenen Stellen durchsuchen – egal, ob Firmenhomepages, Jobbörsen, Chatrooms, Blogs und alles andere, was auch nur entfernt nach einer Stellenausschreibung aussieht. Auf den ersten Blick scheinen Bewerber damit von der lästigen Mühe entbunden zu sein, im Netz selbst nach geeigneten Stellen zu suchen, denn die Recherche auf Firmenhomepages, in Online-Jobbörsen und Tageszeitungen ist natürlich sehr zeitaufwändig.

Stellenanzeigen: Die Effekte des Spider-Einsatzes
In vielen Online-Jobbörsen landet also eine Vielzahl von
Stellenausschreibungen für die unterschiedlichsten Berufsbilder und
Branchen, was auf den ersten Blick zunächst sehr beeindruckend
erscheint. Bei vielen Angeboten stellt sich jedoch leider heraus, dass
es sich um so genannte Zombies handelt, das heißt, die Stelle gibt es
in Wirklichkeit nicht (mehr). Ein Spider, auch Webcrawler genannt, ist
faktisch nicht in der Lage, die Aktualität und Relevanz einer Anzeige –
oder das, was im Entferntesten danach aussieht – zu beurteilen. Gerade
auf Firmenhomepages wird bei Stellenausschreibungen nicht immer ein
Veröffentlichungsdatum angegeben, sodass es ohne vorheriges Telefonat
mit dem Unternehmen nicht zu beurteilen ist, ob die Ausschreibung noch
aktuell ist.

Stellenanzeigen im World Wide Web: Eine Vielzahl von Zombies
Man könnte Zombies auch als Karteileichen oder Fakes bezeichnen. Vielfach sind die Stellen nicht mehr aktuell und tauchen in schöner Regelmäßigkeit mit vermeintlich aktualisiertem Erscheinungsdatum immer wieder in den einschlägigen Online-Jobbörsen auf. Wenn man jedoch die Jobbörse nach älteren Anzeigen durchstöbert, so wird man recht schnell feststellen, dass es diese Anzeige schon mehrfach Wochen oder gar Monate zuvor gab. In einem Extremfall war sogar im April 2009 noch eine Annonce aus März 2004 (!) geschaltet, ohne dass es für den Interessenten ersichtlich war, wie alt die Stellenausschreibung ist. Dies konnte erst durch ein Telefonat der Bewerberin mit dem betreffenden Unternehmen in Erfahrung gebracht werden. Die Firma selbst war sehr erstaunt und auch ein wenig verärgert darüber, dass ihre total veraltete Anzeige immer noch im Netz kursierte, obwohl sie bei der Jobbörse, in der sie das Stellenangebot ursprünglich geschaltet hatte, schon im Jahr 2004 darum gebeten hatte, die Anzeige zu löschen, weil die Stelle erfolgreich besetzt werden konnte.

Aufgrund des „Arbeitsprinzips“ der Spider finden sich in unterschiedlichen Online-Jobbörsen immer wieder die gleichen Stellenangebote von den gleichen Firmen. Hinzu kommt noch eine gewisse, ebenfalls nicht unbeträchtliche Anzahl von fingierten Stellenangeboten, die als Lockangebote geschaltet werden oder aufgrund der Verpflichtung eines Unternehmens, Arbeitsplätze extern ausschreiben zu müssen – auch wenn die Stelle intern schon längst besetzt ist.

Vorsichtsmaßnahmen, um keinem Zombie aufzusitzen
Um unnötige Bewerbungen und Enttäuschungen zu vermeiden, ist es bei Online-Stellenbörsen – insbesondere sehr breit gefächerten wie etwa meinestadt.de, kimeta.de, jobrapdido.de usw. – vielfach ratsam, vorher zum Telefonhörer zu greifen und sich bei dem ausschreibenden Unternehmen nach der Aktualität der Vakanz zu erkundigen. Bei diesem Telefonat können im Vorfeld bereits weitere wichtige Punkte bezüglich einer Bewerbung besprochen werden – Ansprechpartner, erste Klärung der Passung des Bewerbers auf die Stelle und vieles mehr.

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