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Spontan eine Rede halten – und damit überzeugen

Lesezeit: 2 Minuten Mit am beeindruckendsten ist es wohl, Menschen zu erleben, die immer und sofort etwas zu einem Thema zu sagen haben. Nein, es geht nicht um Schlagfertigkeit, um das schnelle Erwidern auf ein Argument. Und auch nicht um jene Spezies Mensch, die zu allem etwas zu sagen hat, aber nur selten dabei substanzielle Aussagen macht. Lesen Sie, wie auch Sie spontan eine gute Rede halten.

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Spontan eine Rede halten – und damit überzeugen

Spontan eine Rede halten – und damit überzeugen

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Manche Menschen sind jederzeit bereit, eine Rede zu halten – sozusagen aus dem Stegreif. Dieser Begriff für eine Spontanrede ist ein wenig veraltet, stammt er doch aus jener Zeit, in der Männer beeindruckten, die keine Hilfestellung (Steigbügel und Zaumzeug) benötigten, um aufs Pferd zu steigen, also ein Thema „aufsattelten“.

Zeitgemäßer als der Begriff „Stegreifrede“ dürfte heute wohl eher die Bezeichnung „Spontanrede“ sein. Zudem ist dieser Begriff auch umfassender. Denn Spontanität beinhaltet auch charakterliche Eigenheiten wie Temperament oder mentale Fähigkeiten wie Denkvermögen.

Drei Fixpunkte beachten, wenn Sie eine Rede halten

Machen wir an dieser Stelle eine Pause. Und fragen Sie sich, was ich Ihnen in den beiden vorhergehenden Absätzen erläutert habe. Habe ich Ihnen erläutert, was die Überschrift versprochen hat? Sicher nicht. Denn obwohl das Thema „Spontanrede“ aufgegriffen wurde, habe ich keine konkreten Anhaltspunkte dafür geliefert, wie Sie diese Herausforderung bestehen können.

Und dennoch dienen Ihnen die beiden ersten Absätze als Beispiel. Sie zeigen Ihnen nämlich, wie Sie den ersten von drei Fix-Punkten einer Spontanrede umsetzen. Er lautet „Vergangenheit“. Nichts ist einfacher als über die Vergangenheit zu sprechen. Sie müssen nur Ihre Erinnerung, nur Ihr Wissen mobilisieren. Und Ihre Zuhörer werden Ihnen folgen. Denn auch sie können sich erinnern.

Den Ausgangspunkt nicht vergessen

Ich habe also in den ersten beiden Absätzen den mir „zugeworfenen“ Begriff „Stegreifrede“ aufgegriffen, meine Erinnerungen bemühte und daraus den Einstieg in eine Spontanrede formuliert. Als nächstes würde ich die Gegenwart bemühen. Also in etwa das, was ich bereits mit dem Wechsel der Begrifflichkeiten von der „Stegreifrede“ zur „Spontanrede“ und damit zur „Spontanität“ angedeutet habe.

Hier könnte ich nun verweilen und weitere Ausführungen über Temperament und Denkvermögen machen. Wichtig dabei ist, dass man immer wieder Bezug zum Ausgangspunkt nimmt; also die Zuhörer daran erinnert, worum es im Kontext geht. So verlieren Sie nicht den roten Faden und ihr Publikum auch nicht.

Schließlich wenden Sie sich der Zukunft zu. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Spekulieren Sie über die Auswirkungen unserer Mediengesellschaft auf die Spontanität der Menschen, auf deren Fähigkeiten, ihre Kinder charakterfest zu erziehen angesichts der vielen Reizüberflutungen, denen wir heute und künftig ausgesetzt sind

Redezeit vernünftig einteilen

Als Faustformel gilt: Verwenden Sie etwa 85 Prozent Ihrer Redezeit für die Abhandlung der Vergangenheit, bleiben Sie zu zehn Prozent in der Gegenwart und wagen Sie gerade mal für fünf Prozent einen Ausblick in die Zukunft. Denn gerade bei letzterem Aspekt neigen die meisten Spontanredner dazu, sich zu vergaloppieren; womit wir wieder beim Ausgang unserer Abhandlung wären.

Sicher, wer eine Spontanrede halten möchte, braucht gutes Allgemeinwissen. Oder anders gesagt: Blöde Menschen sollten schweigen. Dass dies leider immer seltener funktioniert, können wir täglich in einschlägigen Fernsehsendungen besichtigen. Realistische Selbsteinschätzung ist nun mal nicht jedem gegeben.

Thema wechseln

Aber auch denen kann geholfen werden. Wer sich in einem Thema nicht zuhause fühlt, sollte dieses bei seiner Spontanrede behutsam wechseln. Nehmen Sie zu Beginn der Rede Bezug auf das Thema, bleiben Sie ein wenig in der Vergangenheit und wechseln Sie dann zu dem Thema, dass Ihnen am Herzen liegt. Wie das geht? Schauen Sie unseren Politikern zu. Die machen täglich nichts anderes, wenn sie die Fragen der Journalisten nicht beantworten.

Aber machen Sie es besser: Kommen Sie am Ende Ihrer Rede immer wieder auf das Ausgangsthema zurück. Schließen Sie unbedingt diese thematische Klammer. Dann wird Ihr „Stegreif-Talent“ gelobt und Ihre Spontanrede in bester Erinnerung bleiben.

Bildnachweis: xy / stock.adobe.com

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