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So wird aus einer Hausgeldabrechnung ganz einfach eine Betriebskostenabrechnung

Lesezeit: 2 Minuten Hausgeldabrechnung und Betriebskostenabrechnung sind zweierlei. Deshalb können Sie die Verwalter-Abrechnung nicht „1 zu 1“ an Ihren Mieter weiterreichen.

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So wird aus einer Hausgeldabrechnung ganz einfach eine Betriebskostenabrechnung

So wird aus einer Hausgeldabrechnung ganz einfach eine Betriebskostenabrechnung

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Gehen Sie bereits beim Abschluss des Mietvertrags über Ihre Eigentumswohnung sorgsam vor, so ist die Betriebskostenabrechnung für Sie ab jetzt ein Kinderspiel.

Der Verwalter stellt alle Kosten der Immobilie in die Jahresabrechnung ein, also neben den Betriebskosten auch Verwaltungs-, Instandhaltungs- und Reparaturkosten. Die Kostenverteilung erfolgt meist nach Miteigentumsanteilen (MEA), § 16 Abs. 2 WEG.

Sie dürfen jedoch nur Betriebskosten gemäß § 2 Betriebskostenverordnung (BetrKV) in Rechnung stellen – und dies müssen Sie ausdrücklich und klar mit Ihrem Mieter im Mietvertrag vereinbart haben.

Die Kostenverteilung gegenüber Ihrem Mieter müssen Sie außerdem nach Quadratmetern vornehmen, sofern Sie keinen anderen Verteilerschlüssel vereinbart haben.

Bei der Betriebskostenabrechnung gehen Sie so vor:

    1. Prüfen Sie anhand des Mietvertrags, welche Betriebskosten Sie nach welchemVerteilungsschlüssel auf Ihren Mieter umlegen dürfen.
    2. Hat Ihr Verwalter in der Hausgeldabrechnung dieselben Verteilerschlüssel verwandt, können Sie die einzelnen Kostenpositionen, jeweils mit Gesamtkosten, Verteilerschlüssel und Anteil des Mieters, aus der Verwalterabrechnung übernehmen. Andernfalls müssten Sie den mit Ihrem Mieter vereinbarten Verteilerschlüssel zugrunde legen. Ausgehend von den Gesamtkosten aus der Verwalterabrechnung kämen Sie so möglicherweise zu anderen Kostenanteilen Ihres Mieters.
    3. Ist Ihr Mieter während des Abrechnungsjahres ein- oder ausgezogen, dürfen Sie ihm nur den entsprechenden zeitlichen Anteil der Kosten anlasten, bei 6 Monaten also die Hälfte, bei 9 Monaten ¾ usw. Geben Sie dennoch zunächst immer die Gesamtkosten der einzelnen Betriebskostenarten aus der Abrechnung an.
    4. Nehmen Sie in Ihre Betriebskostenabrechnung zusätzlich noch die Grundsteuer auf. Diese ist in der Verwalterabrechnung nicht enthalten, denn den Grundsteuerbescheid bekommen Sie für Ihre Eigentumswohnung separat von der Gemeinde oder dem Finanzamt.
      Ihr Vorteil: Erfreulich: Nach einer aktuellen BGH-Entscheidung brauchen Sie bei der Umlage der Grundsteuer in einem gemischt genutzten Gebäude keinen Vorwegabzug für die gewerblich genutzten Einheiten mehr zu machen (Urteil v. 10.05.17, Az. VIII ZR 79/16).
    5. Nun ziehen Sie von der Summe der vom Mieter zu tragenden Kosten seine im Abrechnungsjahr geleisteten Vorauszahlungen ab. So erhalten Sie den Nachzahlungsbetrag des Mieters oder aber ein Guthaben zu seinen Gunsten.

Bildnachweis: Robert Kneschke / stock.adobe.com

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