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So werden Sie zu einem echten Teamplayer

Lesezeit: 3 Minuten Es ist ein bisschen schizophren. In der heutigen Zeit wird Individualität in allen Lebensbereichen betont. Eltern erziehen ihre Kinder mit der Absicht, einen eigenständigen und selbstständigen Menschen zu schaffen. Aber auf dem Arbeitsplatz ist dann plötzlich Teamfähigkeit gefragt.

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So werden Sie zu einem echten Teamplayer

So werden Sie zu einem echten Teamplayer

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Zweifellos gibt es unterschiedliche Charaktere und deswegen gibt es Menschen, die in jedem Team sehr gut zurechtkommen, während andere Menschen große Probleme haben, in einem Team zu funktionieren. Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, die nicht gleich einen innerlichen Freudenschrei loslassen, wenn sie in ein Team integriert werden sollen, dann müssen Sie sich etwas einfallen lassen.

Entweder Sie suchen sich einen Job, in dem Sie kein Teamplayer sein müssen, weil es kein Team gibt, oder aber Sie überdenken Ihre Einstellung und öffnen sich für die Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Davon können Sie in vielerlei Hinsicht profitieren.

Teamfähigkeit wird von mehreren Faktoren bestimmt

Ein Team ist nicht einfach eine zusammengewürfelte Mannschaft, die irgendwie zusammenarbeiten muss. Ein echtes Team zeichnet sich durch eine aktive Zusammenarbeit aus. Neben der beruflichen Ebene ist es zudem vorteilhaft, wenn auch auf der menschlichen Ebene eine gute Kommunikation entsteht.

Das klingt in der Theorie großartig, aber in der Praxis ist es sehr schwierig, gute Teams zusammenzustellen. Schon ein einziges Teammitglied, das nicht in das Team passt, kann die gesamte Teambalance aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn Teammitglieder anfangen, gegeneinander zu arbeiten, entsteht ein massives Problem,  das oft nur mit viel Aufwand oder durch eine Umbesetzung gelöst werden kann.

Die zwischenmenschliche Ebene ist ein wichtiger Faktor, aber die fachliche Ebene ist mindestens genauso wichtig. Gegenseitiger Respekt ist in einem funktionierenden Team die Voraussetzung dafür, dass alle Teammitglieder ihr Leistungspotenzial nutzen.

Wenn Sie einen substantiellen Beitrag zu der Arbeit Ihres Teams leisten können, werden Sie ganz automatisch Anerkennung finden. Diese Anerkennung bekommen Sie sogar, wenn die zwischenmenschliche Ebene nicht funktioniert. Allerdings sollten Sie selbst daran interessiert sein, im Team nicht nur als Fachmann oder Fachfrau akzeptiert zu werden, sondern auch als Mensch. Wenn Sie das hinbekommen, werden Sie ganz automatisch zu einem Teamplayer.

Egoisten können keine Teamplayer sein

Ein gesunder Egoismus ist in vielen Lebenslagen durchaus hilfreich. Auch wenn Sie in einem Team arbeiten, müssen Sie Ihre eigenen Interessen nicht komplett aufgeben. Aber ihr Hauptinteresse sollte darin bestehen, mit dem Team erfolgreich zu sein. Wenn Sie sich ständig in den Vordergrund drängeln oder die Leistung der anderen Teammitglieder schlecht machen, leidet die Teamleistung darunter. Das fällt dann auch auf Sie zurück und nicht nur auf die anderen Teammitglieder. Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Team überhaupt nicht funktionieren kann, sollten Sie zum Teamleiter oder zu Ihrem Chef gehen, um eine Verbesserung zu erreichen.

Ein neues Team durch Leistung und Menschlichkeit überzeugen

Wenn Sie in ein neues Team kommen, werden Sie wahrscheinlich erst einmal skeptisch begutachtet. Das ist völlig normal, denn schließlich möchten Ihren neuen Kollegen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Sie können wesentlich dazu beitragen, dass Ihr neues Team Sie sehr schnell akzeptiert. Wenn Sie zu Beginn besonders bescheiden und freundlich auftreten, bieten Sie wenig Angriffsfläche. Zudem sollten Sie am Anfang nicht gleich den Eindruck vermitteln, als könne das Team dankbar sein, dass Sie endlich da sind. Vielmehr sollten Sie ganz brav und fleißig Ihre Arbeit machen, um mit Fakten und Leistung zu überzeugen.

Mit einem kleinen Einstand, bei dem Sie Ihre neuen Teamkollegen zu einem kleinen Umtrunk oder einer kleinen Mahlzeit einladen, haben Sie die Chance, auch auf der zwischenmenschlichen Ebene erste Fortschritte zu machen. Seien Sie offen für Ihre Kollegen, zeigen Sie Interesse an privaten und beruflichen Dingen, aber überlassen Sie in der Regel Ihren Kollegen die Initiative! Abgesehen vom Einstand ist es besser, wenn Sie darauf warten, bis ein Kollege auf Sie zugeht. Ansonsten wirken Sie sehr schnell aufdringlich. Das sollten  Sie unbedingt vermeiden.

Als Teamplayer die eigenen Interessen nicht aus den Augen verlieren

Auch wenn Sie mit der Zeit zu einem richtig guten Teamplayer werden, sollten Sie Ihre eigenen Belange nicht komplett unter den Tisch fallen lassen. Bei Beförderungen und anderen Karrierechancen wird schließlich im Regelfall nicht das Team, sondern immer eine Person berücksichtigt. Deswegen sollten Sie durchaus darauf achten, dass Ihrer eigenen Beiträge zum Team klar sichtbar sind.

Allerdings sollten Sie darauf verzichten, ständig zu erklären, dass Sie die entscheidende Person in Ihrem Team sein. Wenn das so sein sollte, fällt das Ihrem Chef schon ganz von alleine auf. Allerdings sollten Sie sich auch nicht im Team verstecken, denn ansonsten kann es passieren, dass Sie regelmäßig bei Beförderungen übersehen werden.

Teamfähigkeit bedeutet nicht, dass Sie Ihre eigene Persönlichkeit verbergen müssen. Wenn Sie vielleicht selbst schon einmal ein Team geleitet haben, dann wissen Sie, dass gute Teamführung vor allem darin besteht, die einzelnen Teammitglieder entsprechend ihrer Charaktere und Fähigkeiten einzusetzen.

Wenn Sie einen guten Teamleiter haben, können Sie auch als Individualist in Ihrem Team eine gute Rolle spielen. Das sollte aber nur die fachliche Ebene betreffen, denn auf der zwischenmenschlichen Ebene ist es für alle Beteiligten und ganz besonders auch für Sie wichtig, dass eine hohe gegenseitige Akzeptanz vorhanden ist.

Fazit

Jeder Mensch hat die Fähigkeit dazu, in einem Team zu funktionieren. Auch wenn vieles vom Teamleiter abhängt, können Sie doch einen ganz wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Sie in einem Team funktionieren. Insbesondere müssen Sie lernen, den Teamerfolg mehr zu schätzen als ihren eigenen, zumindest kurzfristig. Langfristig profitieren Sie davon, in einem erfolgreichen Team zu arbeiten.

Wenn Sie aber von Anfang an gegen das Team arbeiten, weil Sie sich eher als Einzelgänger und Individualist sehen, werden Sie sehr große Probleme bekommen. In diesem Fall sollten Sie über einen neuen Arbeitsplatz oder einen ganz neuen Beruf nachdenken. Wenn Sie als Teamplayer erfolgreich sein wollen, müssen Sie die entsprechende Einstellung mitbringen. Ansonsten werden Sie immer wieder scheitern.

Bildnachweis: freund-foto.de / stock.adobe.com

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