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So vermeiden Sie strafbare Handlungen in Social Media

Lesezeit: 2 Minuten Hinsichtlich des Strafrechts machen Social Media durch gegenseitige Beleidigungen von Internetnutzern hin und wieder Schlagzeilen. Bevor Sie das als mangelnde Disukussionskultur unter Jugendlichen abtun, sollten Sie über strafrechtlich relevante Probleme etwas genauer nachdenken.

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So vermeiden Sie strafbare Handlungen in Social Media

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Ein wichtiger Hinweis: In diesem und weiteren Artikeln geht es um eine generelle Bewertung und nicht um Rechtsauskünfte. Sie finden darin Handlungsempfehlungen für einen sicheren Umgang mit Social Media in der Unternehmenskommunikation. Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann stellen Sie diese bitte im experto-Forum.

Nicht nur das Problem von Antragsdelikten wie Beleidigungen, übler Nachrede oder Verleumdung tangiert das Strafrecht. Auch der Aufruf zur Zerstörung von privatem Eigentum oder Aufrufe zur Gewalt sind in Social Media vorgekommen und natürlich strafbar. Ebenfalls strafbar sind eklatante Verletzungen des Datenschutzes oder des Post- und Fernmeldegeheimnisses.

Social Media haben hier leider eine Kehrseite. Die technischen Bedingungen können solche Delikte nicht nur fördern, sondern ihre Folgen verschlimmern. Wenn etwa Persönlichkeitsrechte verletzt und Menschen obendrein öffentlich beleidigt werden, dann zieht das buchstäblich viel größere Kreise als vor Facebook und Co. 

So vermeiden Sie strafbare Handlungen in Social Media:

  • Transparente Regeln für alle Nutzer
  • Hinweise zum Umgang mit Straftaten gehören in die Social Media Guidelines
  • Monitoring und Moderation von Diskussionen
  • Unterstützung aus der Community, zum Beispiel durch weitere Administratoren
  • Melden von Verstößen an Plattformbetreiber
  • Anzeige von Straftaten

Klare Spielregeln

Als Social-Media-Manager stehen Sie in der Verantwortung, solche Auswüchse auf Ihren Kanälen zu verhindern. Vorbeugen können Sie durch klare Regeln, die für jeden Nutzer transparent sein sollten. Fügen Sie Ihrer Facebook-Seite zum Beispiel einen Abschnitt mit "Spielregeln" oder eine "Nettikette" hinzu.

Setzen Sie auf die Kraft der loyalen Nutzer, indem Sie zusätzliche Administratoren ernennen und sie darum bitten, Foren, Chats, Facebook-Seiten oder Corporate Blogs sauber zu halten. Greifen Sie bei Verstößen zunächst moderierend und im Notfall mit klaren Sanktionen ein. 

Sollten auf bzw. mit Ihren Social-Media-Angeboten Straftaten begangen werden oder sich ein begründeter Verdacht ergeben, bringen Sie solche Erscheinungen selbst zur Anzeige. Thematisieren Sie Verstöße in der Kommunikation mit Mitgliedern Ihrer Community. 

Sie müssen zur Vermeidung von Straftaten nicht das Strafgesetzbuch neben Ihren Computer legen. Allgemeine Regeln des Anstands und des fairen Miteinanders gelten auch so. Besonders sensibel sind die Bereiche Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, die bei Verstößen ebenfalls Anlass zur Strafverfolgung geben können.

Lesen Sie mehr zum Thema "Rechtsgebiete Social Media" in meinen Artikeln:

  • Die 6 wichtigsten Rechtsgebiete in Social Media
  • Social Media und das Arbeitsrecht
  • Worauf müssen Sie beim Urheberrecht bei Social Media achten?
  • Social Media: Was Sie beim Medien- und Presserecht beachten sollten
  • Social Media: Achten Sie auf das Wettbewerbsrecht!

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