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So unterscheidet sich die Handlungsvollmacht von der Prokura1 min read

Reading Time: 1 minute Nicht jeder der eine Handlungsvollmacht besitzt, ist gleich Prokurist und nicht jeder, der eine Prokura besitzt, hat auch eine Handlungsvollmacht. Aber wo liegen die Unterschiede zwischen Handlungsvollmacht und Prokura?

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So unterscheidet sich die Handlungsvollmacht von der Prokura

So unterscheidet sich die Handlungsvollmacht von der Prokura1 min read

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Dies sind die Unterschiede zwischen Prokura und Handlungsvollmacht:

ProkuraHandlungsvollmacht
– Erteilung nur durch ausdrückliche Erklärung

 

– Erteilung durch den Geschäftsführer bzw. Vorstand

– Eintragung im Handelsregister

– Berechtigt zur Erledigung aller gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäfte und Rechtshandlungen, die der Betrieb irgendeines Handelsgewerbes mit sich bringt

– Keine Grundlagengeschäfte und keine Privatgeschäfte. Unter Grundlagengeschäften versteht man: Sämtliche Geschäfte, die der Betrieb des Handelsgewerbes mit sich bringt, d.h. Geschäfte, die die Existenz, die Rechtsform und die Ausgestaltung des Geschäfts betreffen. Beispiel: Unterzeichnung des Jahresabschlusses, Erteilung der Prokura, Anmeldung des Insolvenzverfahrens.

– Keine Belastung oder Veräußerung von Grundstücken (§ 49 Abs. 2 HGB)

– Beschränkung nach außen nicht möglich (§ 50 HGB)

– Nicht übertragbar (§ 52 Abs. 2 HGB) 

– Ausdrückliche oder konkludente Erteilung der Handlungsvollmacht

 

– Erteilung durch den Geschäftsinhaber oder einen seiner Vertreter, d.h. der Prokurist darf eine Handlungsvollmacht erteilen

– Keine Eintragung der Handlungsvollmacht

– Berechtigt zur Erledigung einzelner oder der Art nach bestimmter Geschäfte und Rechtshandlungen, die ein derartiges Handelsgewerbe gewöhnlich mit sich bringt

– Keine Grundlagengeschäfte und keine Privatgeschäfte

– Keine Belastung oder Veräußerung von Grundstücken, Wechselverbindlichkeiten, Darlehen Prozessführung

– Beschränkung nach außen grundsätzlich möglich, aber: Schutz des guten Glaubens an den Mindestumfang (§ 54 Abs. 3 HGB)

-Mit Zustimmung übertragbar (§ 58 HGB)

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