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So reagieren Sie im Bewerbungsgespräch richtig

Lesezeit: 2 Minuten Sicher haben Sie schon gehört, dass bestimmte Fragen im Bewerbungsgespräch nicht erlaubt sind. Wie reagieren Sie, wenn diese trotzdem gestellt werden? Und wie antworten Sie auf erlaubte, aber unangenehme Fragen?

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So reagieren Sie im Bewerbungsgespräch richtig

So reagieren Sie im Bewerbungsgespräch richtig

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Im Bewerbungs- oder Einstellungsgespräch sind nicht alle Fragen erlaubt. Nicht jeder, der als Führungskraft ein Einstellungsgespräch führt, weiß dies und manchmal wird dies auch einfach „vergessen“. Deshalb sollten Sie als Bewerber wissen, wie Sie auf „verbotene“ Fragen reagieren und auch auf solche, die zwar erlaubt sind, durch die Sie aber ganz schön aufs Glatteis geführt werden könnten.

Grundsätzlich ist ein offenes Frage-Antwort-Spiel im Bewerbungsgespräch ja sinnvoll, denn der neue Arbeitgeber möchte sich ein umfassendes Bild vom zukünftigen Mitarbeiter machen.

Er möchte herausfinden, mit welcher Motivation der Kandidat sich beworben hat und auch, was seine mittel- und langfristigen Pläne sind. Es geht ihm darum, herauszufinden, ob der Bewerber wirklich geeignet für den neuen Job ist und ob eine Zusammenarbeit langfristig Erfolg verspricht. Klar, dass dabei manchmal tief gebohrt wird. Aber ein Bewerber muss nicht alles preisgeben. Leider steckt er dabei in einem Dilemma, denn eine offene Verweigerungshaltung würde meist schnell zum Ende des Bewerbungsverfahrens führen.

Auf diese Fragen müssen Sie nicht antworten

Besonders bei weiblichen Bewerbern ist für den neuen Arbeitgeber die Familienplanung interessant. Dennoch sind Fragen hierzu in der Regel nicht erlaubt. Fragt der Arbeitgeber dennoch, z. B. nach einer bestehenden Schwangerschaft, darf die Frage wahrheitswidrig beantwortet werden.

Die Frage nach Vermögensverhältnissen kann zulässig sein, wenn besondere Anforderungen hinsichtlich geordneter finanzieller Verhältnisse bestehen, z.B. wenn der Bewerber in der Position mit Geld umgehen muss. Fragt ein Arbeitgeber nach solchen Themen, und können Sie als Kandidat hier nicht wahrheitsgemäß die gewünschte Antwort geben, sollten Sie sich überlegen, ob das Eingehen eines Arbeitsverhältnisses wirklich Sinn macht, oder ob nicht spätere Konflikte vorprogrammiert wären.

Für diese Fragen sollten Sie Antworten parat haben

Im Laufe eines Einstellungsverfahrens geht es auch um die Frage des Gehalts. Während die Frage nach dem bisherigen Gehalt nicht zulässig ist, kann der Arbeitgeber natürlich nach den Erwartungen an die Vergütung für die neue Position fragen. Dies sollte nicht zu Anfang, sondern im weiteren Verlauf des Verfahrens Thema werden. Überlegen Sie sich vorher und nicht erst, wenn das Thema akut wird, wie hoch (auf Jahresbasis) Ihre Gehaltserwartung ist. Eine zu hohe Angabe wird Sie nicht gleich aus dem Rennen werfen, zu niedrig angesetzt werden Sie später nicht nachverhandeln können.

Auch auf Fragen zu Reisebereitschaft oder Mobilität sollten Sie antworten können, sofern dies für die Position relevant ist. Seien Sie hierbei ebenfalls realistisch und versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können.

Wenn Sie im Gespräch die neue Position kennengelernt haben, müssen Sie es anmerken, falls Sie bestimmte Anforderungen oder Bedingungen nicht erfüllen können. Sind Sie der Meinung, dass eine einzelne Einschränkung Sie nicht daran hindert, die Anforderungen insgesamt zu erfüllen, sollten Sie sich die benötigten Argumente bereits im Vorfeld zurechtlegen.

Fazit: Es kommt nicht nur auf die rechtliche Situation an, wenn es um die Beantwortung von Fragen im Bewerbungsgespräch geht. Es geht darum, sich gut zu verkaufen, realistisch einzuschätzen, ob man zueinander passt und ob man dauerhaft Freude an der neuen Stelle hätte.

Welche Fragen Sie noch im Bewerbungsgespräch erwarten, lesen Sie in einem weiteren Beitrag in diesem Portal.

Bildnachweis: Antonioguillem/ stock.adobe.com

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