Businesstipps Personal

So lesen Sie verschlüsselte Zeugniscodes in einem Mitarbeiterzeugnis

Lesezeit: 2 Minuten Nach dem Gesetz muss ein Zeugnis wohlwollend im Sinne des Arbeitnehmers ausgestellt sein. Bei manchen Mitarbeitern fällt das aber denkbar schwer. Nur zu gern würde man den nächsten Vorgesetzten und Arbeitgeber vor so einem Kuckucksei warnen. Aber wie?

2 min Lesezeit

So lesen Sie verschlüsselte Zeugniscodes in einem Mitarbeiterzeugnis

Lesezeit: 2 Minuten

Folgende Zeugniscodes sollten Sie kennen, wenn Sie das Zeugnis eines potenziellen Mitarbeiters lesen. Denn sie werden von jedem versierten "Personaler" genutzt

Der Mitarbeiter war ein streitbarer Betriebsrat.
Wenn Sie im Zeugnis schreiben "hat … sich engagiert für Arbeitnehmerinteressen eingesetzt …", signalisieren Sie dem neuen Arbeitgeber damit, dass der Arbeitnehmer aktives Gewerkschaftsmitglied und eventuell sogar streitbarer Betriebsrat war.

Der Mitarbeiter war faul und zeigte keinen Einsatz.
"…machte häufig Vorschläge zu Arbeitserleichterungen." Die Bedeutung dieses Zeugniscodes weist auf einen faulen und bequemen Arbeitnehmer hin,dem es an ausreichendem Einsatz mangelt. Etwas anderes gilt allerdings, wenn Sie den Zusatz "…wodurch Produktionskosten eingespart werden konnten" wählen. Dann hatte Ihr Mitarbeiter einen Blick für Innovationen. Deswegen müssen Sie diese beiden Zeugniscodes genauestens unterscheiden.

Sie haben dem Mitarbeiter gekündigt.
Schreiben Sie im Zeugnis nur, wann der Arbeitnehmer ausgeschieden ist, nicht aber, warum, dann kann der neue Arbeitgeber zuverlässig davon ausgehen, dass Sie das alte Arbeitsverhältnis verhaltensbedingt gekündigt haben. Begründen Sie das Ausscheiden jedoch mit dem Wegfall des Arbeitsplatzes ("Rationalisierungsmaßnahmen"," reduziertes Auftragsvolumen"), ist dies für den Arbeitnehmer nicht negativ.

Der Mitarbeiter war ein Tratschmaul und/oder Alkoholiker.
Wenn Sie schreiben "… hat stets zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen …" oder "…war wegen seiner Geselligkeit bei der Belegschaft beliebt", dann zeigen Sie damit, dass der Mitarbeiter dem Alkohol mehr als zuträglich zuspricht und/oder Klatsch und Tratsch weitererzählt.

Der Mitarbeiter suchte sexuellen Kontakt im Kollegenkreis.
"… bewies viel Einfühlungsvermögen in die Probleme anderer Mitarbeiter" bedeutet im Klartext, dass der Arbeitnehmer auf Sexualkontakte mit Kollegen aus war oder solche gehabt hat.

Der Mitarbeiter hat Ihre Kündigung vorweggenommen.
"Das Arbeitsverhältnis wurde im gegenseitigen Einvernehmen gelöst." Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer noch schnell selbst gekündigt hat, bevor Sie ihn an die frische Luft befördert haben. Das gilt insbesondere, wenn Sie die Bemerkung ohne weitere Zusätze ins Zeugnis schreiben.

Der Mitarbeiter war eine glatte Null.
"…war stets pünktlich." Von allen Zeugniscodes formulieren Sie diesen nur, wenn Ihnen überhaupt nichts Positives über den Arbeitnehmer einfallen will. Pünktlichkeit ist selbstverständlich! Wenn Sie sie trotzdem ausdrücklich erwähnen, bedeutet das nur: Der Arbeitnehmer taugt nichts, aber wenigstens war er immer pünktlich.

Der Mitarbeiter war ein Nörgler und Besserwisser.
Wenn Sie schreiben "…war immer für einen Verbesserungsvorschlag gut", ist das eine sehr zweischneidige Bemerkung! Wenn Sie diese nicht mit Zusätzen garnieren, die klarstellen, dass die Verbesserungsvorschläge auch umgesetzt wurden, wird der Arbeitnehmer durch die Wahl dieses Zeuginscodes als Querulant und Besserwisser entlarvt.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: