Arbeit & Beruf Businesstipps

So helfen Ihnen Brainteaser den richtigen Bewerber auszusuchen

Lesezeit: 3 Minuten Brainteaser können Ihnen bei der Entscheidung helfen, den richtigen Bewerber für Ihr Unternehmen zu finden. Die kniffligen Logikrätsel stellen den Bewerber unverhofft auf die Probe und liefern Ihnen bei dessen Vorgehensweise und Antwort wichtige Erkenntnisse.

3 min Lesezeit
So helfen Ihnen Brainteaser den richtigen Bewerber auszusuchen

So helfen Ihnen Brainteaser den richtigen Bewerber auszusuchen

Lesezeit: 3 Minuten

Diese können Sie dann in den Entscheidungsprozess einfließen lassen.

Was sind Brainteaser?

Brainteaser lassen sich frei am ehesten mit „Gehirnherausforderer/Hirnkitzler“ übersetzen. Gemeint sind kleine knifflige Rätsel, die die grauen Zellen des Bewerbers anstrengen. Wie diese aussehen, bleibt Ihnen überlassen, denn allgemeine Regeln für die Denksportaufgaben gibt es nicht. Beliebte Kategorien sind beispielsweise mathematische Verständnisaufgaben, Trial and Error Probleme, Outside-the-box Denken, Logikaufgaben oder Schätzfragen.

Was dann zählt, ist sowohl die Lösung als auch die Herangehensweise des Bewerbers, denn diese kann bereits einen Ausblick darüber liefern, wie er später auch mit Problemen, Hürden und fordernden Aufgaben im Job umgeht. Vor allem in anspruchsvollen Industrien und Unternehmen kommen sie häufig zum Einsatz, viele Bewerber versuchen sich deshalb mittlerweile gezielt auf den kleinen Überraschungseffekt vorzubereiten.

Für Personaler liefert das Gehirnjogging fünf wichtige Erkenntnisse über die Person, die einem beim Vorstellungsgespräch gegenüber ist. Darunter:

  • die Fähigkeit Probleme „on the fly“ lösen zu können
  • die Kreativität des Bewerbers
  • seine Auffassungsgabe, auch bei komplizierten Fragestellungen
  • das angewandte Denkmuster
  • und die Neigung zum logischen Denken

Ebenso erlangen Sie aber auch Informationen darüber, wie eine Person in einer akuten Stresssituation umgeht. Nicht nur stehen Bewerber in diesem Moment unter dem Druck, die Lösung erknobeln zu müssen, auch werden sie dabei beobachtet und unterliegen einem strengen Zeitlimit – auch wenn dieses nicht exakt in Sekunden oder Minuten festgelegt ist. Dennoch möchte natürlich kein Bewerber minutenlang stumm vorm Personaler stehen.

Die Lösung allein ist nicht der entscheidende Faktor

Unabhängig davon welche Art von Brainteaser gestellt wird, geht es nicht nur allein um die Lösung. Diese ist mitunter bei vielen Fragen sogar nur zweitrangig. Wichtiger ist hingegen, wie sich der Interviewpartner dieser Herausforderung stellt und ob er seine Gedankengänge dazu auch in transparenter Form darlegen kann.

Insbesondere weil es sich oft um komplexe Fragen oder etwas abstrakte Rätsel handelt, ist es für Bewerber auch keine Schande, bei Unklarheiten nachzufragen. Das sollten Personaler nicht negativ bewerten, denn der Überraschungseffekt allein kann nervöse Menschen durchaus aus der Bahn werfen. Oft ist es dann sogar noch beeindruckender, wenn diese sich mit kühlem Kopf der Lösung widmen.

Als Chef oder Personaler können Sie die Aufmerksamkeit von Ihrem Gegenüber dennoch testen, denn auch das ist ein Bestandteil der Rätsel. Daher werden viele Brainteaser in eine Geschichte eingebettet, die oft aber nur zur Ablenkung dient. Für den Bewerber auf der anderen Seite ist es wichtig aufmerksam zuzuhören und das zu erkennen. Hier können Personaler weitere Erkenntnisse erhalten: versteht ein Bewerber die Frage mehrmals nicht und fängt zudem immer noch nicht an sich Notizen zu machen, könnte das später auch im Job seine Auffassungsgabe zu komplexen Umständen beeinträchtigen. Der logische und zielführende Schritt wäre daher immer, sich wichtige Eckdaten schriftlich festzuhalten.

Lassen Sie Brainteaser in Ihre Entscheidung einfließen

Erkenntnisse können Sie auf unterschiedlichem Wege gewinnen. Handelt es sich um mathematisch inspirierte Rätsel, ist die Lösung wichtiger als bei einer Schätzaufgabe oder einem Logikrätsel.

Kommt der Kandidat gar nicht auf die Lösung, gewinnen Sie ebenfalls Informationen. Versucht der Kandidat weiter hartnäckig die Aufgabe zu lösen und probiert dabei vielleicht einen anderen Ansatz aus oder gibt er sich sofort geschlagen und knickt mit einem „keine Ahnung“ ein? Ambitionierte und erfolgsorientierte Bewerber wissen, dass keine Hürde zu hoch ist.

Wer also einfach das Handtuch wirft, wird später auch am Arbeitsplatz Durchhaltevermögen vermissen lassen. Wer nicht direkt auf die richtige Lösung kommt, aber hartnäckig an einem zweiten oder dritten Versuch arbeitet, wird später keine Aufgaben weg delegieren, sondern sich diesen immer wieder auf alternativem Wege stellen – das als Beispiel für Erkenntnisse, die Personaler gewinnen können.

Zudem können Personaler kleine Lügen entlarven oder die Behauptung zumindest auf die Probe stellen. Wer sich selber als „spontan“ und „mit einem kühlen Kopf gesegnet“ bezeichnet, dann aber bei der beliebten Frage „Wie schwer ist Manhattan?“ komplett aus den Wolken fällt, ist vielleicht doch nicht so spontan und behält unter Stress auch keinen kühlen Kopf.

Versuchen Sie Brainteaser mit einer klaren Lösung (mathematisch inspirierte Rätsel) und abstrakte Brainteaser (um die Herangehensweise zu analysieren) zu verbinden, um ein möglichst breitgefächertes Spektrum an Informationen zu gewinnen. Ebenso können Sie ermitteln, wie viel Spaß ein Bewerber aus einer Herausforderung zieht – schließlich sind die Brainteaser durchaus oft auch mit einem Augenzwinkern zu verstehen.

Bildnachweis:  Photographee.eu / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: