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So hat der Vermieter eine Mietminderung in der Betriebskostenabrechnung zu berücksichtigten

Lesezeit: 1 Minute Auch wenn dies für viele Vermieter unverständlich ist, darf ein Mieter eine berechtigte Mietminderung auch auf die Betriebskosten vornehmen, sogar auf verbrauchsabhängige Betriebskosten (BGH, Urteil v. 06.04.05, Az. 225/03). Deshalb hat der Vermieter die Minderung auch in seiner Betriebskostenabrechnung zu berücksichtigen (BGH, Urteil v. 13.04.11, Az. VIII ZR 223/10).

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So hat der Vermieter eine Mietminderung in der Betriebskostenabrechnung zu berücksichtigten

So hat der Vermieter eine Mietminderung in der Betriebskostenabrechnung zu berücksichtigten

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Hierfür erstellt der Vermieter zunächst ganz normal seine Betriebskostenabrechnung. Erst wenn er den Abrechnungsbetrag ermittelt hat, zieht er nun hiervon den Minderungsbetrag ab – natürlich nur, wenn die Mietminderung nach Grund und Höhe berechtigt war.

Infolge rechtmäßiger Minderung nicht gezahlte Betriebskosten sind vom Mieter also nicht geschuldet. Ob der Mieter seinem Vermieter eine Nachforderung zahlen muss (Beispiel 1) oder zu seinen Gunsten ein Guthaben besteht (Beispiel 2), ermittelt sich so:

Beispiel Nr. 1: Der Mieter hat gemäß seinem Mietvertrag 1.200 € an Vorauszahlungen im Abrechnungszeitraum geleistet. Die Abrechnung ergibt tatsächlich angefallene Betriebskosten von 1.600 €. Der Mieter ist in diesem Fall berechtigt, die Miete um 10% (10% von 1.600 € = 160 €) zu mindern. Deshalb schuldet der Mieter Betriebskosten nur in Höhe von 1.440 € (1.600 € abzgl. 10% = 160 €). Da der Mieter tatsächlich aber nur 1.200 € entrichtet hat, hat der Vermieter noch eine Nachforderung gegen ihn in Höhe von 240 €.

Beispiel Nr. 2: Der Mieter hat wiederum insgesamt 1.200 € an Vorauszahlungen im Abrechnungszeitraum geleistet. Die Betriebskostenabrechnung ergibt aber diesmal, dass tatsächlich Kosten in Höhe von 1.000 € angefallen sind. Der Mieter ist in diesem Fall berechtigt gewesen, die Miete im gesamten Abrechnungszeitraum um 20% (20% von 1.000 € = 200 €) zu mindern. Damit schuldet er seinem Vermieter auch nur 80% der angefallenen Betriebskosten, also 800 € (1.000 € abzgl. 20% = 200 €). Da der Mieter mehr – nämlich 1.200 € – geleistet hat, führt die Betriebskostenabrechnung zu einem Guthaben des Mieters in Höhe von 400 €.

Bildnachweis: M. Schuppich / stock.adobe.com

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