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So gestalten Sie eine leistungs- und erfolgsabhängige Bezahlung

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Sie die Löhne und Gehälter in Ihrem Unternehmen regelmäßig erhöhen und der Geschäftserfolg nicht im gleichen Maße wächst, kann das zu Problemen führen bis hin zur Insolvenz. Die derzeitigen Vergütungssysteme sind aber fast alle auf regelmäßige Lohn- und Gehaltserhöhungen ausgerichtet. Diese können Sie, wenn Sie sie einmal gewährt haben, kaum noch zurücknehmen. Weder der Geschäftserfolg des Unternehmens noch die individuellen Leistungen des Mitarbeiters werden dabei ausreichend berücksichtigt.

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So gestalten Sie eine leistungs- und erfolgsabhängige Bezahlung

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Wirklich ergebnisabhängig wird eigentlich nur im Verkauf mit Provisionen oder in der Fertigung über Akkord bezahlt. Für Sie und Ihre Mitarbeiter kann es aber interessant sein, wenn Sie auch in anderen Bereichen ein Vergütungssystem finden, das Schwankungen zulässt.

Löhne und Gehälter sollen sich

  • dem Geschäftsverlauf Ihres Unternehmens anpassen und
  • sich nach den individuellen Leistungen des einzelnen Mitarbeiters richten.

Das erreichen Sie mit den folgenden 3 Vergütungskomponenten:

  • Grundvergütung
    Die Grundvergütung honoriert das Potenzial der Arbeitskraft des Mitarbeiters (Wissen, Können, Persönlichkeit, Verantwortung). Sie ergibt sich aus der Bewertung und Eingruppierung des Mitarbeiters und wird monatlich bezahlt. Die Grundvergütung ist die Bemessungsgrundlage für Leistungsprämie und Erfolgsbeteiligung.
  • Leistungsprämie
    Die Leistungsprämie honoriert die persönlichen Leistungen des Mitarbeiters. Sie wird nach einer Bewertung der Ergebnisse, die der Mitarbeiter in den vorausgegangenen 6 Monaten erbracht hat, jeweils neu festgesetzt. Dabei bestimmt der Mitarbeiter selbst die 3 wichtigsten Leistungsergebnisse, die er für den Geschäftserfolg der Firma im vorausgegangenen Halbjahr erzielt hat. Der Vorgesetzte kommentiert und gibt seine Meinung dazu. Im gemeinsamen Gespräch entwickeln Mitarbeiter und Vorgesetzter die Hauptergebnisziele für das folgende Halbjahr. Die Auszahlung der Leistungsprämien erfolgt in 6 gleichen monatlichen Teilbeträgen.
  • Erfolgsbeteiligung
    Die Erfolgsbeteiligung beteiligt die Mitarbeiter am Geschäftserfolg der Gesamtfirma. Sie setzt voraus, dass Gewinne erzielt wurden.  Allerdings ist nicht die Höhe der Gewinne ausschlaggebend für die Ermittlung des Ausschüttungsprozentsatzes, sondern der Grad der Geschäftszielerreichung. Bemessungsgrundlage ist die Jahresgrundvergütung des Mitarbeiters im jeweiligen Geschäftsjahr. Die Ausschüttung erfolgt zweimal im Jahr, und zwar in Form eines Vorschusses im Oktober des Geschäftsjahres und einer Endausschüttung im April des Folgejahres.

Die variablen Vergütungsbestandteile sollten einen hohen, deutlich spürbaren Anteil an der Gesamtvergütung haben. Denkbar ist beispielsweise, dass

  • die Leistungsprämie 10 % der Grundvergütung beträgt, wenn die Ergebnisse den normalen Erwartungen entsprechen und bis zu 25 % bei hervorragenden Ergebnissen,
  • die Erfolgsbeteiligung 10 % der Jahresgrundvergütung bei normalem Geschäftsverlauf und bis zu 25 % bei sehr gutem Geschäftsverlauf.
    Was Sie für Ihr Unternehmen hier realisieren hängt jedoch auch davon ab, worauf Sie sich mit dem Betriebsrat (sofern vorhanden) und Ihren Mitarbeitern einigen können. Denn ohne deren Zustimmung ist eine Änderung des Vergütungssystems in der dargestellten Weise nicht möglich.

Tipp
Wandeln Sie zunächst Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und sonstige Sonderzahlungen in leistungs- und erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile um. Machen Sie Ihren Mitarbeitern deutlich, dass sich dadurch im Normalfall an der aktuellen Vergütung kaum etwas ändern wird. Das neue System eröffnet aber die Möglichkeit, in Zukunft wirklich mehr zu verdienen.

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