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So gehen Sie richtig mit Absagen um

Lesezeit: 2 Minuten Es ist verständlich, dass Absagen für Sie als Bewerber frustrierend sind, vor allem, wenn Sie alle in der Stellenanzeige geforderten Voraussetzungen erfüllt haben. Es ist daher oft schwer mit Absagen umzugehen. Wie Sie sich trotzdem nicht entmutigen lassen und warum die reine Beantwortung von Stellenanzeigen nicht zielführend ist, lesen Sie im nachfolgenden Artikel.

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So gehen Sie richtig mit Absagen um

So gehen Sie richtig mit Absagen um

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Wie bereits in früheren Artikeln erwähnt, bezeichnet Richard Bolles die klassische Stellensuche über die Sichtung und Beantwortung von Anzeigen – egal, ob in Printmedien oder im Internet – als Neandertal. Hierbei muss Ihre Bewerbung auf ein Stellenangebot mit vielen anderen Bewerbern mit ähnlicher Qualifikation konkurrieren und es gibt trotz guter Voraussetzungen und einer ansprechenden Bewerbung keine Garantie, dass Sie und Ihre Fähigkeiten angemessen beurteilt werden.

Daher ist es wichtig zu lernen, wie Sie mit Absagen umgehen können und trotzdem optimistisch bleiben.

Der Umgang mit Absagen

Insbesondere Bewerber, die sich viele Jahre nicht beworben haben und nun nach zehn oder mehr Jahren bei ein und demselben Unternehmen aufgrund von Betriebs- oder Abteilungsschließungen, Restrukturierungsmaßnahmen etc. gezwungen sind, sich zu bewerben, erleben leider vielfach einen Kulturschock. Sie bekommen Absagen, obwohl sie formal alle geforderten Voraussetzungen erfüllen und trotzdem in Absagen wie lästige, unqualifizierte Bittsteller behandelt werden.

Bitte bedenken Sie hierbei: Eine Absage ist nicht schön – aber wenn man Ihnen bereits vor Arbeitsantritt das Gefühl gibt, nichts wert oder einfach lästig zu sein, können Sie davon ausgehen, dass Sie als Mitarbeiter dort nicht besser behandelt werden. Oft spiegelt das Verhalten von Arbeitgebern gegenüber Bewerbern lediglich das Verhalten des Arbeitgebers gegenüber seinen Mitarbeitern wider.

Generell gilt, wenn Sie mit Absagen umgehen: Nehmen Sie sich Absagen, egal wie schlecht der Stil sein mag, nicht zu sehr zu Herzen, denn vielfach geht es gar nicht persönlich gegen Sie. Um es ganz direkt zu sagen: Manche Mitarbeiter in Personalabteilungen können einfach nicht anders und käuen in Absagen gerne oft verwendete Phrasen wider.

Oft gelesene Texte in Absagen, die kaum ein Bewerber noch lesen mag

Beispielhaft seien an der Stelle genannt:

  • Ihre Qualifikation und Erfahrung in dem Bereich sind unbestritten. Trotzdem können wir Ihre Bewerbung nicht (weiter) berücksichtigen. Bitte sehen Sie dies nicht als Wertung Ihrer fachlichen und persönlichen Qualifikationen.
  • Leider können wir Sie nicht berücksichtigen.
  • Aufgrund einer Vielzahl eingegangener Bewerbung haben wir uns für Mitbewerber entschieden, die noch genauer unserem besonderen Anforderungsprofil entsprechen.

Hierbei handelt es sich lediglich um oft verwendete Phrasen, die im Prinzip eine geringe Wertschätzung gegenüber Bewerbern und damit den potentiellen zukünftigen Mitarbeitern zeigen. Oft liegt es gar nicht an Ihnen oder Ihrer Qualifikation, dass Sie eine Absage bekommen – vielleicht sind Ihre Gehaltsvorstellungen zwar angemessen, aber um einiges höher als das, was der Arbeitgeber zu zahlen bereit wäre.

Ein anderes Beispiel wäre, dass man sich von Ihnen, ohne Sie persönlich zu kennen, ein Bild macht, weil man Sie aufgrund von Internet-Einträgen – egal, wie seriös diese auch sind – in eine bestimmte Schublade gesteckt hat, die nicht dem Weltbild des jeweiligen Unternehmens entspricht.

Alternativen zur reinen Beantwortung von Stellenanzeigen

Um nicht bei der Stellensuche im Neandertal und einem Meer von mehr oder weniger netten nichtssagenden, unpersönlichen Absagen stecken zu bleiben, ist es sinnvoll, selbst aktiv nach offenen Stellen zu suchen – und das nicht nur über die Sichtung von Stellenangeboten in Print- und Online-Medien. Recherchieren Sie über potentiell interessante Unternehmen und werten Sie die Informationen, die Sie bekommen können, sinnvoll aus.

Dies hat den Vorteil, dass Sie u. U. schon vor Erstellung und Versand einer Bewerbung feststellen können, dass Ihnen eben jene Firma aufgrund bestimmter Bedingungen überhaupt nicht zusagt – und nicht erst, nachdem Sie den Job dort angetreten haben und bereits nach kürzester Zeit wieder (innerlich) kündigen.

Gleichzeitig dokumentieren Sie durch eine gründliche Recherche im Vorfeld, dass Sie gründlich und konzentriert arbeiten können, denn die meisten Arbeitgeber kennen eine simple Wahrheit: Jobsuchende verhalten sich bei der Arbeitssuche ebenso wie im täglichen Arbeitsleben.

Bildnachweis: dimedrol68 / stock.adobe.com

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