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So gehen Sie mit Kritik vom Chef um

Lesezeit: 2 Minuten Kritik vom Chef ist für die meisten ein Horror. Denn gerade vor dem Vorgesetzten wollen wir gut da stehen. Lesen Sie, wie Sie mit Kritik vom Chef souverän und selbstbewusst umgehen können.

2 min Lesezeit
So gehen Sie mit Kritik vom Chef um

So gehen Sie mit Kritik vom Chef um

Lesezeit: 2 Minuten

Kennen Sie das? Die Präsentation ist nicht wirklich optimal gelaufen, denn der Kunde erwies sich als extrem launenhaft. Und da raunt Ihnen der Chef auch noch zu: „Na, Kommunikation ist ja offensichtlich nicht Ihre Stärke.“ Wie reagieren Sie? Eher empört und ärgerlich? Oder würden Sie sich zurück ziehen mit dem Gefühl, es nie richtig zu machen?

Kritik annehmen ist schwierig

Die meisten Menschen reagieren auf Kritik wie mit einem „Neandertaler-Gen“: entweder mit Flucht (Verteidigung, sich zurückziehen) oder mit Angriff (Ablehnung, ärgerlich werden). Es ist ausgesprochen menschlich, sich von Kritik getroffen zu fühlen. Kritik annehmen ist schwierig. Meist führt dies dazu, dass das Klima zwischen Ihnen und Ihrem Chef darunter leidet. Doch wenn Rückzug oder Ärger nicht wirklich förderlich sind, was hilft dann, mit Kritik vom Chef gut umzugehen?

1. Emotionen raus!

Konzentrieren Sie sich auf die Fragestellung, ob die Kritik in der Sache berechtigt ist. Wenn Sie es „vergessen“ haben, erinnern Sie sich daran, dass Sie die Kritik auf die Sache bezogen betrachten und niemals als Kritik an Ihrer ganze Person oder Ihrer Persönlichkeit.

Es geht nicht um Ihren Charakter oder um Ihre gesamte Arbeitsleistung. Es geht um eine Sache und dabei höchstens um das Verhalten, bezogen auf die Fakten. Alles andere schieben Sie an die Seite. Hier ist wirklich die Frage: Ist die Kritik in der Sache gerechtfertigt? Ich wiederhole: Schauen Sie nur auf die Sache, stellen Sie nicht sich selbst oder Ihre ganze Arbeit komplett in Frage.

2. Kritikfähigkeit zeigen!

Zeigen Sie, dass Sie sich sachlich mit der Kritik auseinander setzen. Beispielsweise mit dem Satz: „Okay, das habe ich gehört und mache mir nochmals Gedanken dazu.“ Damit haben Sie kein Schuldanerkenntnis betrieben, aber sehr viel Souveränität bewiesen.

3. Verbesserungen initiieren!

Ein Körnchen oder ein ganzes Korn steckte in der Sachaussage? Dann ist die Kritik zumindest nicht ganz unberechtigt und der Hinweis war sogar eher förderlich für Sie. Stärke zeigen Sie, wenn Sie das auch eingestehen können, Größe beweisen Sie mit einem „Danke für den Hinweis, mir ist jetzt klar geworden, dass…“. Und überlegen Sie sich, wie Sie sich beim nächsten Mal besser verhalten. Oder welches Buch Sie lesen oder welches Seminar Sie besuchen, wenn sich Schwächen aufgetan haben.

4. konstruktive Kritik einfordern

Auch wenn die Kritik berechtigt ist und bei unberechtigter Kritik sowieso: Sie haben das Recht, respektvoll behandelt zu werden. Wenn Ihr Chef das schon nicht kann, bleiben Sie besonders korrekt, beispielsweise so: „Sagen Sie mir konkret, was ich an meiner Kommunikation mit dem Kunden ändern soll.“ Bleiben Sie sachlich und ruhig und fordern Sie mit dieser Haltung ein, dass auch Ihnen gegenüber Kritik sachlich, konstruktiv und ruhig vermittelt wird. Wenn Ihr Chef das nicht kann – schade. Aber das sagt dann wiederum eine Menge über ihn aus   und nicht über Sie. Damit bin ich wieder bei Punkt 1: In diesem Fall dürfen Sie Kritik niemals persönlich nehmen!

Jetzt sind Sie dran – Kritik vom Chef

Überprüfen Sie für sich die vorgestellten Tipps. Ist etwas für Sie dabei? Wie würden Sie die Vorschläge umsetzen? Was würde zu Ihnen und Ihrer Situation passen? Richten Sie sich innerlich auf und sagen Sie sich: Durch Fehler lerne ich und durch konstruktive Kritik lerne ich noch schneller.

Gutes Gelingen!
Ihre Wera Nägler, Expertin für Büroorganisation

Bildnachweis: Jeanette Dietl / stock.adobe.com

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