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So finden Sie Ihr optimales Arbeitstempo

Lesezeit: 3 Minuten Zu hohes oder zu geringes Arbeitstempo, beides birgt Gefahren. Zu schnell: Sie werden hektisch, machen Fehler, haben eine verminderte Kontrolle der Situation. Zu geringes Arbeitstempo: Sie werden schnell müde, fühlen sich gelangweilt, sind leicht ablenkbar. Sie schaffen die Arbeit nicht oder nur mühsam. Finden Sie Ihr optimales Arbeitstempo mit praktischen Übungen von Coach und Trainer Johannes Völgyfy sowie den Psychologen Marc Stollreiter und Thomas Jencius.

3 min Lesezeit

So finden Sie Ihr optimales Arbeitstempo

Lesezeit: 3 Minuten
So können Sie jederzeit entschleunigen
Erster Schritt: Nehmen Sie Ihr überhöhtes Tempo wahr. Oftmals merken wir gar nicht, dass wir uns in den Teufelskreis des immer schnelleren, aber umso ineffektiveren Arbeitens befinden. Sie greifen schon wieder zur Zigarette oder zur nächsten Tasse Kaffee. Und bei all der Aktivität haben Sie das Gefühl, Sie kämen kaum voran. Sie fühlen sich insgesamt nicht wohl, weder emotional noch körperlich oder geistig. Statt nun einen Gang zuzulegen nach dem Motto: "Ich tue, was ich kann", unterbrechen Sie jetzt Ihre Arbeit für folgende kurze Übung:

Übung 1: Wozu die Eile?
Durch eine Unterbrechung der Arbeit und das Nachdenken über Ihr Tempo werden Sie sich jedoch in der konkreten Situation des Teufelskreises bewusst: Ich arbeite so schnell, um dem Stress zu entkommen, doch das führt zu weiterem Stress. Nun sind Sie bereit für den zweiten Schritt.

Verringern Sie Ihr Tempo. Durch das überhöhte Tempo haben Sie versucht, die Illusion des Vorwärtskommens aufrechtzuerhalten und der inneren Unsicherheit und der Bedrohung, etwas nicht zu schaffen, zu entkommen. Wenn Sie nun durch die Übung 2 entschleunigen, kann es sein, dass Sie zunächst eine große Unruhe erfasst, weil Sie Ihre Energie nicht  mehr nach außen abgeben.

Die Autoren Jencius, Stollreiter und Völgyfy betonen, dass Sie gerade jetzt, wenn Ihnen "innerlich ganz heiß wird", auf dem richtigen Weg seien. Die Energie, die Sie nicht mehr sinnlos nach außen abgeben, fließt in Sie hinein. Nach einer Weile werden Sie spüren, dass Sie wieder Sicherheit und Kontrolle über die Situation gewinnen. Machen Sie die Übung unbedingt so lange, bis die Spannung von Ihnen abfällt, jedoch mindestens fünf Minuten. Denn Ihr Unterbewusstsein muss die Erfahrung erst einmal gemacht haben, dass ein geringeres Tempo nicht bedrohlich, sondern stärkend ist. Nehmen Sie sich also insbesondere bei den ersten Versuchen wirklich ausreichend Zeit.

Übung 2: Zeitlupe
Wählen Sie eine einfache körperliche Tätigkeit, wie beispielsweise einen Brief am Computer schreiben, die Seiten eines Buches umblättern oder durch den Raum gehen. Stellen Sie sich nun vor, wie Sie die ausgewählte Tätigkeit gleich ganz langsam ausführen werden. Stellen Sie sich jede kleine Teilbewegung vor, wie Sie sie in Zeitlupe ausführen.

Entwickeln Sie die Absicht, dies zu tun, bevor Sie es gleich tatsächlich tun. Führen Sie dann die Tätigkeit im Zeitlupentempo aus. Achten Sie dabei auf Ihre Körperempfindungen. Bleiben Sie dabei, jede Bewegung ganz langsam zu machen.

Beenden Sie die Übung, wenn Sie bemerken, dass die Spannung von Ihnen abfällt. Wenden Sie sich nun wieder Ihrer Aufgabe zu, Sie werden das optimale Tempo wählen.

So können Sie Ihr Arbeitstempo beschleunigen
Zu geringes Arbeitstempo ist bei den heutigen Realitäten in der Arbeitswelt seltener als zu schnelles. Es kann aber, wie oben ausgeführt, ebenso in einen Stresskreislauf führen wie überhöhtes Tempo. Verschiedene  Ursachen für zu geringes Tempo erfordern unterschiedliche Gegenmaßnahmen: Wenn Sie eine Routinetätigkeit immer wieder ausführen (müssen), verspüren Sie dabei wahrscheinlich Langeweile. Die kann Sie ermüden und veranlassen, zu langsam und noch langsamer vorzugehen.

Sie haben verschiedene Möglichkeiten: Versuchen Sie, die Aufgabe zu delegieren. Versuchen Sie, der Aufgabe einen "erweiterten" Sinn zu geben. Betrachten Sie beispielsweise die tägliche Ablage nicht nur als lästigen "Papierkram", sondern als Grundlage für Ihren schnellen Zugriff auf jegliche Information und damit für Ihren Erfolg. Denken Sie daran, während Sie die Arbeit erledigen.

Treten Sie bei der Erledigung der langweiligen Aufgabe gleichsam in einen Wettkampf mit sich selbst: Arbeiten Sie zügig, nicht hektisch. Stellen Sie sich einer "sportlichen" Herausforderung, bei der Ihr Körper Sie mit der nötigen Energie versorgt, beispielsweise "Wie viele Vorgänge  kann ich in fünf Minuten richtig ablegen?" 

Eine andere Ursache zu geringen Arbeitstempos kann körperliche Müdigkeit sein. Diese ist oftmals auf eine nicht ausreichende Forderung des Körpers zurückzuführen. Bringen Sie also Ihren Körper in Schwung, sei es durch morgendliches Joggen, durch Gymnastik, tägliche Spaziergänge oder eine andere Art von regelmäßiger Bewegung. Ihr Körper braucht ein gewisses Aktivierungsniveau!

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