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Smalltalk von A bis Z

Lesezeit: 2 Minuten Smalltalk ist nichts für Besserwisser. Auch nichts für Oberlehrer. Das Lexikon können Sie daher ruhig zu Hause lassen. Es sei denn, sie haben wirklich etwas von A bis Z Ungewöhnliches zu erzählen. Zum Beispiel von Abel bis Zwentibold.

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Smalltalk von A bis Z

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Beginnen Sie den Smalltalk mit einem König

Wie wird man König? Stellen Sie diese Frage doch mal in Ihrem nächsten Smalltalk! Welche Antwort Sie dort erhalten? Vielleicht diese: durch Mord! Warum nicht, wenn Ihr Gegenüber Shakespeare-Liebhaber ist.

Oder Historiker. Dann müssen Sie gar nicht Hamlet bemühen. Sondern dürfen sich aus Dänemarks Geschichte bedienen. Im Hohen Norden hatte Waldemar II. bei seinem Tod 1241 ein mächtiges Reich hinterlassen. Erben sollte es sein Erstgeborener. Der hieß Erik. Nicht ganz einverstanden damit war ein jüngerer Nachkomme. Mit dem schnöden Herzogstitel von Schleswig wollte Abel sich nicht abfinden. Daher erklärte er dem großen Bruder den Krieg.

Jetzt wird’s dramatisch im Smalltalk

Der Schuss ging nach hinten los. Und eine schleswigsche Stadt nach der anderen verlustig. Abel zog die Notbremse. Er schlug Erik einen Versöhnungstermin vor. Nichts ahnend willigte der König ein. Am 10. August 1250 reiste er nach Schloss Gottorf zu Abels Residenz. Am Abend nach dem ersten Gespräch unternahm Erik eine kleine Bootsfahrt auf der Schlei. Eine Entspannungsmaßnahme, leider etwas kopflos. Auf dem Weg zur Schlei überfielen gedungene Mörder den König. Eriks Leichnam wurde zerteilt und in einen Sack gestopft. Diesen versenkten die Meuchler mit Steinen beschwert in der Schlei. Nicht tief genug: Am nächsten Tag fischten Angler den toten Erik wieder heraus.

Er wurde in der Schleswiger Dominikanerabtei beigesetzt. Später fand Erik auf der Insel Seeland seine letzte Ruhestätte. Abel starb 1252 bei einem Feldzug gegen die Friesen auf der Halbinsel Eiderstedt. Findet Ihre Smalltalk-Runde nicht auch, dass der royale Brudermörder besser Kain geheißen hätte?

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Ein Heiliger betritt Ihren Smalltalk

Smalltalk von A bis Z: Nach Abel kommt Zwentibold. Was ist das denn für ein komischer Heiliger?, wird Ihr Gesprächspartner vermutlich fragen. Über Zwentibold stolpern Sie, wenn Sie das nahe der Grenze Nordrhein-Westfalens zu Belgien gelegene Bad Münstereifel besuchen.

In der Mitte des schmucken Städtchens steht ein Brunnen. Und davor eine Statue, die – Ihr Smalltalk-Gegenüber hat’s erraten – Zwentibold abbildet.

Ihr Smalltalk endet in Bad Münstereifel

Was wohl niemand unter den Smalltalk-Teilnehmern errät: Zwentibold war ein fränkischer König. Seit 895 regierte er den mittleren Abschnitt des dreigeteilten Reiches. Das war nicht immer leicht gegen die mächtigen Erzbischöfe von Köln und Trier. Vor allem, wenn man "staatsmännisch unbegabt, zügellos und grausam" ist. So beschreibt das Ökumenische Heiligenlexikon Zwentibold. Seine Herrschaft währte nur fünf Jahre. Am 13. August 900 fiel er in einem Gefecht in der Nähe der limburgischen Ortschaft Susteren. In der dortigen Kirche lagern seine Überreste.

Nicht nur patriotische Limburger verehren Zwentibold bis zum heutigen Tag. In Bad Münstereifel tun sie es auch. Dem König verdankt der Ort Markt-, Münz- und Zollrecht. Heiliggesprochen wurde Zwentibold, weil er den Katholiken wohlgesonnen war: Er förderte den Bau von Kirchen und Klöstern.

Eine letzte Frage und Antwort für den Smalltalk

Bleibt Im Smalltalk noch eine Frage zu beantworten: Woher hatte Zwentibold seinen komischen Namen? Schuld war dessen Taufpate Sventopluk. Der stammte aus Mähren.

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