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Sitzenbleiben: Soll man Schüler eine Klasse wiederholen lassen?

Lesezeit: < 1 Minute Sitzenbleiben geht oft einher mit einem Gefühl des Versagens sowie einer "sozialen Stigmatisierung“. Doch auch Kinder, die in der Schule einmal sitzen geblieben sind, können später eine ganz "passable" Karriere hinlegen. Beste Beispiele: Richard Wagner, Thomas Mann und Albert Einstein.

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Sitzenbleiben: Soll man Schüler eine Klasse wiederholen lassen?

Sitzenbleiben: Soll man Schüler eine Klasse wiederholen lassen?

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In einigen Bundesländern wie Berlin und Hamburg wird Sitzenbleiben daher sukzessive komplett abgeschafft. Ob das wirklich Sinn macht, diskutieren die Experten. Was wenig überrascht: Bei der Frage, ob die Abschaffung des Sitzenbleibens wirklich etwas bringt, kommen Studien zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

„Sitzenbleiben ist teuer und bringt nichts“

Laut den Gegnern der Ehrenrunde gibt es nur eine kurzfristige Verbesserung der Schüler-Leistungen, nämlich genau in dem wiederholten Jahr. Das darauffolgende neue Schuljahr kehren die Probleme zurück. Laut einer Untersuchung des Essener Bildungsforschers Klaus Klemm koste Sitzenbleiben den Steuerzahler knapp eine Milliarde Euro – wegen des höheren Personalaufwands.

Die Effekte seien hingegen gleich Null, das Geld in der Prävention besser angelegt. Andreas Schleicher von der OECD vertritt die Meinung: „Mit Sitzenbleiben werden Schüler bestraft, aber nicht besser.“

„Mit Sitzenbleiben zum besseren Schulabschluss“

Eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung aus dem Jahr 2004 kommt hingegen zu einem anderen Ergebnis: „Wer eine Klasse wiederholt, hat gute Chancen, einen besseren Schulabschluss als vergleichbare Mitschüler zu erreichen, die immer versetzt wurde.“

Basis war die Befragung von 2500 ehemaligen Schülern der Geburtsjahrgänge 1961 bis 1973. Peter Meidinger, Vorsitzender des Philologenverbandes teilt die Gruppe der Wiederholer in drei Gruppen ein:

  • ein Drittel seien Schüler, die mit individueller Förderung erreichbar seien
  • ein Drittel bestehe aus völlig Überforderten
  • ein Drittel setze sich zusammen aus Entwicklungsverzögerten, bei denen das Wiederholen einer Klasse sinnvoll sei

Bundesländer gehen unterschiedliche Wege

Während Berlin und Hamburg das Sitzenbleiben abschaffen und durch individuelle Förderung ersetzen, setzt Nordrhein-Westfalen auf die Kompetenz in den Schulen. Diese sollen aus eigenem Antrieb die Quote der Sitzenbleiber senken.

Bildnachweis: Rido / stock.adobe.com

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