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Siegen beim Verlieren

Lesezeit: 2 Minuten Wenn mal etwas daneben geht, wenn Sie sich bei einer Rede versprechen oder während eines Vortrags auf einen Fehler hingewiesen werden: Machen Sie daraus kein Drama! Denn in diesem Moment haben Sie längst nicht verloren; Sie haben eine neue Chance erhalten! Und die sollten Sie nutzen.

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Siegen beim Verlieren

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Auch der Umgang mit Fehlern will trainiert sein. Darum sehen Sie sich im Falle einer Panne nicht als Verlierer. Wer so denkt, hat bereits verloren. Es kommt auch in diesen Situationen auf Ihr Verhalten an. Lassen Sie sich nicht in eine passive Ecke drängen, aus der heraus Sie nur noch reagieren können. Agieren Sie aktiv, denken Sie positiv und verhalten Sie sich entsprechend.

Fehler positiv darstellen

Haben Sie sich z. B. bei Ihrer Rede versprochen, gehen Sie mit diesem Patzer positiv um. Ist es nur ein kleiner, unwichtiger Versprecher, korrigieren Sie einfach Ihre Aussage und wiederholen Sie den korrekten Satz.

Ist durch Ihren Versprecher ein neuer, falscher Zusammenhang entstanden, gehen Sie darauf ein. Weisen Sie z. B. Ihre Zuhörer darauf hin, wie nah richtige und falsche Fakten beieinander liegen und wie wichtig es ist, alle Seiten zu kennen, um sich ein umfassendes Bild von einer Situation zu machen.

Hat Ihr Publikum auf Ihren Versprecher bereits reagiert, vielleicht durch Lachen oder Zwischenrufe, danken Sie zunächst für diese Aufmerksamkeit und das Interesse an Ihren Ausführungen. Dann weisen Sie darauf hin, wie wichtig es ist, immer alle Details zu beachten.

Argumente anderer nutzen

Selbst wenn Sie in einer Diskussion einmal irren sollten und Ihnen die Gesprächspartner dies nachweisen, ist dies kein Grund, darüber in eine Demutsrolle zu verfallen oder sich gar mit vielen Worten zu entschuldigen. Ihren Irrtum eingestehen, können Sie viel subtiler – und dabei dennoch als Sieger dastehen. 

Machen Sie sich die Argumente der Anderen zu Eigen. Beziehen Sie sich in Ihrer Erwiderung auf die Fakten – auf Ihre und die Ihrer Gesprächspartner. Und entwickeln Sie daraus eine stringente Logikkette. So, als hätten Sie die Argumente selbst ins Spiel gebracht. Niemand kann Ihnen dies übel nehmen. Denn Sie bestätigen nur die Auffassungen der Anderen. Aber indem Sie Ihre eigenen, falschen Ansichten, so indirekt korrigieren, bleiben Sie Herr der Diskussion.

Zu Nebenaspekten wechseln

Alternativ können Sie auch vom Thema ablenken, indem Sie Nebenaspekte zum Mittelpunkt Ihrer Betrachtungen machen, und so von Ihren eigenen Thesen wegkommen. Aber Achtung: Das neue Thema sollten Sie so wählen, dass Sie damit nicht erneut angreifbar sind. Wechseln Sie also auf Gebiete, in denen Sie sich auskennen, in denen Sie sich sicher fühlen.

Das Prinzip dieser Diskussionsführung ist immer das gleiche. Es lautet: Behalten Sie das Wort. Nur wer seine Wortführung abgibt, läuft Gefahr, in die Defensive gedrängt zu werden. Natürlich bedeutet dies nicht, dass Sie immer das viel zitierte "letzte Wort" haben müssen. Schließlich leben Diskussionen von Rede und Gegenrede. Aber die Gesprächsführung sollten Sie nicht abgeben.

Die Gesprächsführung behalten

Ein Beispiel: Einer meiner Kollegen sollte die Veranstaltung eines internationalen Konzerns moderieren. Um zu prüfen, wie gut der Mann die englische Sprache beherrscht, wurde eine Telefonkonferenz angesetzt, zu der sich vier Manager des Unternehmens aus verschiedenen Ländern zusammenschalteten. Mein Kollege war natürlich nervös, löste die Herausforderung aber brillant. 

Gleich zu Beginn des Telefonats ergriff er die Initiative, noch ehe sich seine Gesprächspartner zu Wort melden konnten, und sagte drei simple Sätze: "Jim, here is Matthias. Go ahead. What are you interested in?" Geschickt hatte mein Kollege die Gesprächsführung übernommen, indem er sich kurz vorstellte und zugleich das Wort an einen seiner Gesprächspartner weitergab, indem er ihn fragte, woran dieser Interesse hätte.

Damit war der nun in der Rolle des Antwortenden und musste Fakten liefern. Mein Kollege konnte entspannt zuhören und auch andere Teilnehmer fragen, was sie dazu zu sagen hätten. Kurzum: Er dominierte das Gespräch, ohne dass dies negativ aufgefallen war.

Dieses Prinzip der aktiven Gesprächsführung sollten Sie auch anwenden, wenn Ihnen mal ein Fehler unterläuft.

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