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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Lesezeit: 2 Minuten In einem Produktionsbetrieb werden über 300 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung beschäftigt. Die Auszubildenden sind im Werk (3 junge Männer) und in der Verwaltung (2 junge Frauen) beschäftigt. Die jungen Industriekauffrauen haben tätigkeitsbedingt oft direkten Kontakt mit den männlichen Kollegen in der Produktion.

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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

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Eine junge weibliche Auszubildende hat es in jüngster Vergangenheit auffallend oft vermieden, direkt ins Werk zu gehen; so sind einige sehr wichtige Informationen und Dokumente entweder gar nicht oder zu spät weitergegeben worden. Die Ausbilderin hat nun in einem sehr ernsten Gespräch erfahren, dass sich diese Auszubildende von einigen männlichen Kollegen im Werk durch verbale Äußerungen und eindeutige Gesten sexuell belästigt fühlt. Namen wollte sie aber nicht nennen.

"Berufsausbildung konkret" rät in diesem Fall der Ausbilderin:
Halten Sie sich baldmöglichst zur gleichen Zeit wie Ihre Auszubildende im Werk auf, um das Verhalten der dort tätigen Kollegen (quasi rein zufällig in der Nähe) zu beobachten. So erfahren Sie die reale Situation und können ggf. direkt einschreiten, wenn verbale Übergriffe erfolgen sollten. Gleichzeitig können Sie erkennen, ob es tatsächlich zu Belästigungen kommt oder ob diese Behauptungen nur ein Selbstschutz sind. Ist es Ihnen nicht möglich, persönlich vor Ort zu sein, sollten Sie einer "neutralen" Person Ihres Vertrauens diese Aufgabe übertragen (z.B. einem Mitglied Ihres Betriebsrates).

Sprechen Sie dieses Vorgehen mit der Auszubildenden ab, damit sie erkennt, dass Sie ihre Bedenken ernst nehmen. Handelt es sich um Belästigungen, so informieren Sie direkt die Werksleitung bzw. Geschäftsführung – hier ist dann dringend Handlungsbedarf gegeben, der wegen der Bedeutung offiziellen Charakter haben muss.

Mit dieser Maßnahme beugen Sie vor
Um grundsätzlich Vorsorge zu treffen, sollten Sie mit dem Werksleiter Ihres Hauses ein Gespräch führen und ggf. auch den Betriebsrat (ggf. auch den Geschäftsführer) einbinden – nehmen Sie als Thema "Umgang miteinander". Stellen Sie gemeinsam ein paar Grundregeln auf, z.B. "Wir können und wollen unsere Ziele gemeinsam erreichen, daher

  • achten und respektieren wir uns gegenseitig,
  • helfen wir einander und unterstützen uns,
  • hören wir dem anderen zu und lassen ihn ausreden,
  • gehen fair und offen miteinander um,
  • schätzen die Persönlichkeit des Einzelnen."

und verbreiten Sie diese im Unternehmen, z.B. bei einer Betriebsversammlung oder Mitarbeiterbesprechung in den Abteilungen des Werks und der Verwaltung (nicht einfach kommentarlos am "schwarzen Brett" aushängen, damit ist die Wirkung gleich null). Liegt allerdings im konkreten Fall keine Belästigung vor (wie empfindet eigentlich die andere Auszubildende den Umgang mit den Kollegen in der Produktion?), so sollten Sie mit der betroffenen Auszubildenden ein ernstes Gespräch führen. Hier muss es dann ein anderes Problem geben, wenn es zu solchen Vorwürfen den Kollegen gegenüber kommt.

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