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Serious Games: Spielend Lernen

Lesezeit: 2 Minuten Computerspiele sind nicht nur reiner Zeitvertreib, sondern sie werden auch in der internen Kommunikation von Unternehmen zur Fort- und Weiterbildung eingesetzt. Mit Hilfe von sogenannten Serious Games werden Lerninhalte spielerisch vermittelt.

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Serious Games: Spielend Lernen

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Serious Games sind Computerspiele, die nicht nur zum Zeitvertreib und zum Vergnügen angeboten werden, sondern eine Veränderung beim Spieler bewirken sollen. Entweder im edukativen Bereich, im Gesundheitssektor oder aber innerhalb eines Unternehmens als Aus- und/oder Weiterbildungsinstrument.

Trotz eines Bildungsauftrags wird bei den Serious Games aber auch ein großes Augenmerk auf den Spielcharakter gelegt. So lernen die Spieler quasi nebenbei. Die Akzeptanz eines solchen Serious Games ist sehr hoch, da es den Wunsch nach Unterhaltung mit einer – möglicherweise – angeordneten Weiterbildung verbindet.

Zielgruppen eines Serious Game
Die Zielgruppen eines Serious Game kann von Kindern im Bereich Verkehrstraining, Medienkompetenz oder Gewaltprävention bis   hin zum oberen Management eines Unternehmens reichen. Aber auch Gehirnjogging mit dem Nintendo DS oder Gleichgewichtstraining auf der Wii Fit verbinden Spaß mit Nutzen.

Einsatzmöglichkeiten von Serious Games
Das Einsatzgebiet von Serious Games ist genauso vielfältig wie mögliche Zielgruppen. Frau Dr. Ute Ritterfeld, Lehrstuhlinhaberin am Institut für Psychologie der Universität Amsterdam, hat 650 frei zugängliche, englischsprachige Serious Games untersucht und ist zu folgender prozentualen Verteilung gekommen:

65 Prozent der von ihr untersuchten Spiele setzt sich mit Themen im schulischen Kontext auseinander (Sprachen, Mathematik, Physik oder Chemie). 14 Prozent beschäftigen sich mit gesellschaftsverändernden Themen. Eines der bekanntesten Spiele ist das von den United Nations herausgegebene Spiel "Food Force“, welches sich mit dem Thema Hunger auseinandersetzt. Serious Games für die berufliche Weiterbildung machen einen Anteil von etwa 10 Prozent aus.

Bei dieser Zahl ist aber zu bedenken, dass die meisten Games für interne Weiterbildungen nicht öffentlich zugänglich sind, sondern speziell für ein Unternehmen geschrieben und nur dort genutzt werden. Acht Prozent der Serious Games beschäftigen sich mit dem Thema Medizin und Gesundheit, fünf Prozent rechnet man zu den militärischen Games und ein verschwindender Anteil entfällt auf Marketing Games.

Serious Games – Qualität ist entscheidend
Ob der Spielfluss und die Handlung eines Serious Games beim Spieler ankommen, ist für den späteren Lernerfolg extrem wichtig. Langweilige Spielabläufe verringern die Motivation und führen zu frühzeitigem Abbruch und oder gedanklichem Abschweifen. Das wirkt sich natürlich auf die erzielten Lernerfolge aus. Sollte ein Unternehmen an den Einsatz eines Computerspiels zur Mitarbeiterweiterbildung denken, sollte nur mit Profis zusammen gearbeitet werden.

Folgende fünf Erfolgsfaktoren kann man anführen:

  • die Qualität der technischen Funktionalität,
  • das Game-Design,
  • die visuelle und akustische Qualität,
  • die Storyline und
  • die Möglichkeiten der Partizipation.

Zusammengefasst kann man sagen, dass ein erfolgreiches Serious Game den Standards von kommerziellen Unterhaltungsspielen entsprechen muss.

Ein höherer Spaßfaktor erfordert meist ein höheres Budget als durchschnittlich für Serious Games zur Verfügung steht. Es hat sich allerdings gezeigt, dass Serious Games, die mit einem hohen Aufwand und kommerzieller Technologie produziert wurden, auch entsprechend erfolgreich sind.

Serious Games Conference 2009
Auf der diesjährigen Cebit fand am 6. März 2009 zum dritten Mal die Serious Games Conference statt. "Dass sich spielerische Unterhaltung und sinnvolle Lerninhalte nicht gegenseitig ausschließen müssen, dafür sind Serious Games der beste Beweis. Die wertvollen Beiträge des international besetzten Speaker Panels der diesjährigen Konferenz haben gezeigt, wie Corporate Games Unternehmen helfen können, ihr Personal auf zeitgemäße, effektive und kostengünstige Art und Weise aus- und weiterzubilden“, sagt Sebastian Wolters, Referent Geschäftsführung des Veranstalters nordmedia – Die Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

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