Businesstipps

Sebastian Jördens: Wie Sie schneller an Ihr Geld kommen

Lesezeit: 2 Minuten Immer häufiger warten mittelständische Unternehmen einen Monat und länger darauf, dass ihre Kunden eine Rechnung begleichen. Eine Umfrage des Verbandes der Vereine Creditreform hat ergeben, dass sich ein Drittel der Kunden mittelständischer Firmen 30 Tage und länger Zeit lässt, bevor sie Rechnungen bezahlen. Sie sollten sich als Selbstständiger diesem Schicksal nicht ergeben. Lesen Sie im Folgenden, was Sie tun sollten, damit Sie in Zukunft nicht mehr so lange auf Ihr Geld warten müssen.

2 min Lesezeit

Sebastian Jördens: Wie Sie schneller an Ihr Geld kommen

Lesezeit: 2 Minuten

1. Liefer- und Zahlungsbedingungen vertraglich festhalten
Halten Sie grundsätzlich alle Abrechnungen mit Ihren Kunden schriftlich fest. Notieren Sie Liefer- und Leistungsumfang, Haftung, Gefahrübergang und Zahlungsbedingungen. Mithilfe eindeutiger Verträge schützen Sie sich davor, dass Kunden Zahlungen hinauszögern.

2. Rechnung zügig stellen
Stellen Sie Ihren Kunden für erbrachte Leistungen oder verkaufte Waren umgehend eine Rechnung aus. Denn nur daraufhin kann ein Kunde auch bezahlen. Wichtig ist dabei, dass Ihre Rechnungen alle notwendigen Angaben enthalten: Name und Anschrift von Ihnen und vom Kunden, vollständige und korrekte Aufzählung der Waren und Leistungen, die Preise und das Entgelt, das Rechnungsdatum, den auf Entgelt entfallenden MwSt.-Betrag und die Zahlungsbedingungen.

3. Zahlungsziele vereinbaren
Geben Sie bei jeder Rechnung einen konkreten Zeitpunkt an, bis zu dem Sie die Zahlung vom Kunden erwarten.

4. Skonto anbieten
Einen Anreiz für Kunden, Rechnungen schnell zu bezahlen, schaffen Sie durch Skonto-Angebote. Diese schreiben Sie am besten auf die Rechnung. Achten Sie darauf, dass auf der Rechnung auch ein Datum steht, ab dem die Frist läuft. 5. Zahlung so einfach wie möglich machen
Je unkomplizierter Ihre Kunden bezahlen können, desto eher werden sie es auch tun. Einfach machen Sie es Ihren Kunden, indem Sie ihnen beispielsweise die Zahlung per EC-Karte anbieten, Bankeinzug (insbesondere bei wiederkehrenden Leistungen) anbieten oder der Rechnung direkt Überweisungsträger beilegen.

6. Organisieren Sie Ihre Buchhaltung
Um zu wissen, bis wann Ihre Kunden zahlen sollen, und wie viel sie Ihnen schulden, müssen Sie Ihre Buchhaltung sehr genau führen. Nur so können Sie bei säumigen Schuldnern frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um an Ihr Geld zu kommen.

7. Zahlungserinnerung
Oft lassen Kunden Zahlungstermine nicht mutwillig verstreichen. Häufig genug kommt es vor, dass Rechnungen einfach vergessen werden. Ist die vereinbarte Zahlungsfrist abgelaufen, schicken Sie Ihren Kunden deshalb zunächst ein freundliches Erinnerungsschreiben.

8. Verzugszinsen fordern
Hält ein Kunde das vereinbarte Zahlungsziel nicht ein, dürfen Sie ihm eine Mahnung schicken und darin Verzugszinsen fordern. Diese betragen:
– 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, wenn Ihr Kunde Verbraucher ist;
– 8 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, wenn er Unternehmer ist (§ 288 BGB).

Zur Zeit liegt der Basiszinssatz bei 1,22 % p.a.. Sie dürfen also 6,22 % p.a. von den Verbrauchern bzw. 9,22 % p.a. von den Unternehmern verlangen.

Beachten Sie: Wenn Sie auf Ihrer Rechnung kein Zahlungsziel angeben, gerät Ihr Kunde automatisch nach 30 Tagen in Verzug. Bei privaten Kunden müssen Sie diese allerdings vorher auf diese Folge hinweisen.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: