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Schnupfenalarm: So verhalten Sie sich im Büro

Niemand spielt bei Schnupfen & Co. gerne "den Helden" und geht unbedacht ins Büro. Die meisten Menschen wissen, dass sie sich am besten zuhause auskurieren. Doch manchmal lassen geplante Aufgaben und Termine das nicht zu. Da wird der Kundentermin schnell zum Balanceakt. Um die Ansteckungsgefahr - auch gegenüber Kollegen - klein zu halten, lesen Sie die folgenden praktischen Tipps für Zeiten, wenn Sie trotz Schnupfen im Büro sind.

Schnupfenalarm: So verhalten Sie sich im Büro

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Schnupfenalarm: So verhalten Sie sich im Büro

Kennen Sie das: Ihre Kollegin sitzt Ihnen „triefend und schniefend“ am Schreibtisch gegenüber. Sie hat zugegebenermaßen Halsschmerzen, brennende Augen und Gliederschmerzen – aber auch einen wichtigen Kundentermin. „Ich wäre ja zuhause geblieben,“ sagt Sie zum x-ten Mal und Sie denken dabei an meinen Artikel Krank ins Büro? Warum Sie dies vermeiden sollten!

„Statt mir Vorwürfe zu machen, sag mir lieber, wie ich mich heute in der Kundenbesprechung richtig verhalte! Ich muss den Termin wahrnehmen, will den Kunden aber auch nicht als Virenschleuder verärgern,“ reagiert Ihre Kollegin. Wenn auch Sie wissen wollen, wie Sie sich „Knigge-technisch“ halbwegs richtig verhalten, obwohl Sie erkältet sind, lesen Sie weiter.

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Richtiges Verhalten bei Schnupfen im Büro

Beim Niesen werden bis zu einer Millionen Tröpfchen herausgeschleudert. Die meisten sind kleiner als ein Hundertstel Millimeter. Wie ein feiner Nebel können Sie minutenlang in der Luft schweben und auch richtig weit fliegen. Und Schnupfenviren „überleben“  bis zu mehrere Stunden. Um trotz Erkältung möglichst wenig Menschen anzustecken, achten Sie auf die folgenden Hinweise.

  • Übertreiben Sie es ruhig mit dem Händewaschen!

Waschen Sie sich bei Schnupfenwellen und vor allem, wenn Sie selbst erkältet sind, regelmäßig mit Wasser und Seife die Hände (mindestens 30 Sekunden). Am besten auch nach jedem Niesen. Und vor allem dann, wenn Sie im Büro Gegenstände nutzen, die mehrere Personen verwenden: beispielsweise Kopierer, Telefon oder auch der Griff der Kaffeekanne.

  • Taschentuch nach einmaligem Benutzen sofort entsorgen!

Auch wenn es nach Verschwendung klingt, sollten Sie nach dem Gebrauch eines Taschentuchs, dieses gleich wegwerfen. Deshalb sind Papiertaschentücher auch hygienischer als Stofftaschentücher.

Tipp: Ein Schnupfentuch ist ähnlich „intim“ wie Kaugummi. Damit möchte man andere nicht belasten, weiß aber auch nicht recht, wohin damit. Stecken Sie Ihre Papiertücher in einen mitgebrachten Gefrierbeutel mit Zipper (eine Art Reisverschluss). Den Beutel ganz oben auf die geöffnete Tasche und gleich unauffällig hinein damit. Wenn die Nase kräftig läuft (vor allem am Anfang des Schnupfens) mehrere Beutel mitnehmen. Später dann entsorgen.

Niesen ist so eine Sache!

Die einen halten sich beim Niesen die Nase zu, dass es einem beim Zuhören des unterdrückten Niesens schon fast weh tut. Andere niesen unbekümmert in die Hand und fassen alles und jeden an, sodass man fast sieht, wie die Viren „gib mir 5“ machen. Wie ist es korrekt?

  • Unterdrücken Sie ein Niesen nicht!

Für andere ist das Unterdrücken des Niesens eventuell angenehm, für den Betroffenen selbst eher schädlich. Es entsteht dabei hoher Druck, der die Erreger in die Nasennebenhöhlen saugt. Und dies kann eine Entzündung verursachen. Also: Druck nach draußen ablassen.

  • Wenn Niesen, dann in die Armbeuge!

Wenn Sie beim Schnupfen im Büro kein Taschentuch zur Hand haben und niesen müssen, sollten Sie auf gar keinen Fall in die eigene Handfläche niesen. Denn diese Hand reichen Sie dem nächsten Menschen zur Begrüßung. Oder Sie fassen Oberflächen wie Türklinken, Haltegriffe, Fahrstuhlknöpfe etc. an und übertragen damit eins zu eins Ihre Viren.

Ich bin erkältet: Handschlag ja oder nein?

Der Handschlag zur Begrüßung stellt ein hohes Ansteckungsrisiko dar, wenn einer der Beteiligten erkältet ist. Wenn Sie erkältet sind, verzichten Sie am besten auf den Handschlag und erklären Sie warum. Beispielsweise so: „Ich möchte Sie nicht anstecken, ich bin gerade ziemlich stark erkältet. Daher sage ich ganz unkompliziert ‚Guten Tag‘, wenn es Ihnen recht ist.“

Wenn der Andere erkältet ist, dann scheuen Sie sich nicht darauf hinzuweisen, dass Sie aus diesem Grund auf den Begrüßungshandschlag verzichten möchten. „Ich sehe, Sie sind stark erkältet, deshalb verzichte ich vorsichtshalber auf einen Handschlag. Ich denke, es geht auch so.“ Meist wird der Andere nicht beleidigt, sondern erleichtert sein, dass Sie die Initiative ergriffen haben.

Hinweis für beide Situationen: Vermeiden Sie lange Entschuldigungen und Erklärungen. Einfach sagen und dann gleich weiter sprechen, z. B. „Umso mehr freue ich mich, dass wir jetzt ….“

Jetzt sind Sie dran – bestmögliches Verhalten bei Schnupfen im Büro

Wenn Sie schon mit Schnupfen & Co. ins Büro gehen müssen, dann sorgen Sie durch Ihr umsichtiges Verhalten zumindest dafür, dass Sie andere nicht noch anstecken. Rücksichtsloses und unbekümmertes Verhalten ist hier nicht angemessen. Halten Sie von sich aus Abstand. Und am besten kurieren Sie sich richtig aus – und zwar zuhause.

Gutes Gelingen!

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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