Businesstipps Unternehmen

Schäuble vs. Offer – was Pressesprecher aus dem öffentlichen Eklat lernen können

Lesezeit: 2 Minuten Es war ein Paradebeispiel dafür, wie eine Pressekonferenz nicht ablaufen sollte: Vor laufenden Kameras stellt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble seinen Pressesprecher Michael Offer bloß. Auf die öffentliche Ohrfeige wegen einer fehlenden Pressemitteilungen folgt nun der Rücktritt des Pressesprechers.

2 min Lesezeit

Schäuble vs. Offer – was Pressesprecher aus dem öffentlichen Eklat lernen können

Lesezeit: 2 Minuten

Schäuble maßregelt Offer
Wer die Szene im Fernsehen gesehen hat, konnte schon an der Körpersprache des Ministers und seines Sprechers erkennen, dass es zwischen den beiden größere Differenzen gibt. Im Hintergrund muss es deshalb aller Wahrscheinlichkeit um mehr gegangen sein, als um die nicht rechtzeitig kopierten Pressemitteilungen.

Was Pressesprecher aus dem Eklat zwischen Schäuble und Hoffer lernen können
Die Art und Weise, wie Wolfgang Schäuble seinen Pressesprecher Michael Offer wegen der fehlenden Kopien kritisierte, ist in der Presse danach vielfältig diskutiert worden.

Fehler passieren jedem. Pressesprecher arbeiten häufig unter enormem Zeitdruck. Gerade in der Vorbereitung einer Pressekonferenz gibt es viel zu tun: Dokumente müssen häufig noch in letzter Minute aktualisiert und neu verteilt werden. Zu Recht verlangen Vorgesetzte von ihren PR-Fachleuten trotzdem präzise und schnelle Informationen und eine perfekte Organisation. Das Fehlen der Pressemitteilungen in Schäubles Pressekonferenz war deswegen tatsächlich ein schwerer Fehler.

Andererseits rechtfertigt dies noch keine derartige öffentliche Rüge, wie Schäuble sie in Richtung seines Pressesprechers äußerte. Als Ansprechpartner für die Medien steht dieser stellvertretend für die Chefetage und muss deshalb uneingeschränktes Ansehen genießen können. Genau das hat Wolfgang Schäuble mit Bemerkungen wie z. B. "Herr Offer, reden Sie nicht", untergraben. Offers Rücktritt war also unausweichlich.

Ein paar Tipps zum Zusammenspiel zwischen Pressesprecher und Vorgesetztem können Ihnen helfen, solche Szenen zu vermeiden. So erreichen Sie einen professionellen Auftritt vor der Presse:

  • Planen und organisieren eine Pressekonferenz immer mit Checklisten.
  • Beginnen Sie die Pressekonferenz erst, wenn alle Punkte abgearbeitet sind.
  • Sprechen Sie den Ablauf der Pressekonferenz mit dem Vorgesetzten vorher genau durch.
  • Treffen Sie sich unmittelbar vor Beginn der Pressekonferenz und treffen Sie letzte Absprachen.
  • Sollten Pannen oder Fehler passieren, wahren Sie gegenseitig 100-prozentige Loyalität. Alles andere färbt negativ auf die gesamte Organisation ab.
  • Geben Sie sich gegenseitig Feedback nach der Pressekonferenz. Wie war das Zusammenspiel? Gibt es Anmerkungen zur Rhetorik? usw. Dabei darf der Pressesprecher auch als Berater seinen Vorgesetzten kritisieren.

Pressesprecher und Geschäftsleitung haben oft ein spannungsreiches Verhältnis. Nicht wenige Unternehmer sehen in der Pressestelle mehr einen Kostenfaktor als eine zentrale Schaltstelle der Unternehmenskommunikation. Unbedingtes Vertrauen in den Sinn und die Arbeit einer Pressestelle sind aber Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Pressearbeit.

Sehen Sie hier das Video der betreffenden Pressekonferenz

Lesen Sie mehr Infomationen über die Pressekonferenz auf meiner Homepage

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: