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Reisekostenrecht: Diese Änderungen müssen Sie nun beachten

Lesezeit: 2 Minuten Seit Januar 2008 haben sich bezüglich der beruflich bedingten Reisen von Chefs und Mitarbeitern einige steuerliche Regelungen geändert. Hier ein kurzer Überblick für Sie über die wichtigsten Änderungen beim Reisekostenrecht.

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Reisekostenrecht: Diese Änderungen müssen Sie nun beachten

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  • Beim aktuellen Reisekostenrecht wird nicht mehr nach „Dienstreise“, „Einsatzwechseltätigkeit“ und „Fahrtätigkeit“ unterschieden, sondern der einheitliche Begriff „beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit“ verwendet.
  • Eine „regelmäßige Arbeitsstätte“ wird bereits dann anerkannt, wenn Ihr Chef oder ein Mitarbeiter diese im Kalenderjahr durchschnittlich an einem Arbeitstag je Arbeitswoche aufsucht (R 9.4 Abs. 3 LStR 2008) Bei längerfristigen Auswärtstätigkeiten entfällt die zeitliche Begrenzung auf drei Monate. Ein Mitarbeiter kann Fahrt-, Übernachtungs- und Reisenebenkosten für die gesamte Dauer seiner Auswärtstätigkeit absetzen. Nur Verpflegungspauschbeträge werden für maximal drei Monate gewährt.
  • Wenn ein Mitarbeiter im Ausland übernachtet, darf er nicht mehr die länderspezifischen Übernachtungspauschbeträge als Werbungskosten abziehen. Der Arbeitgeber darf ihm die Aufwendungen aber nach wie vor steuerfrei erstatten.
  • Sind im Übernachtungspreis oder der Tagungspauschale die Kosten für die Verpflegung enthalten, wird nach den neuen Regelungen im Reisekostenrecht der Gesamtpreis gekürzt, und zwar für das Frühstück um 20 % und für das Mittag- und Abendessen um jeweils 40 % des maßgeblichen Verpflegungspauschbetrages. Voraussetzungen: Der genaue Preis für die Verpflegung lässt sich nicht feststellen, und der Mitarbeiter ist mindestens 24 Stunden dienstlich abwesend.
  • Besucht der Mitarbeiter eine auswärtige Fortbildungsstätte über längere Zeit nur an ein oder zwei Tagen wöchentlich, wird dies vom Finanzamt jedes Mal als „beruflich veranlasste“ Auswärtstätigkeit angesehen. Das bedeutet, dass er für jede Fahrt zeitlich unbegrenzt Fahrtkosten mit der Dienstreisepauschale sowie Verpflegungspauschbeträge absetzen kann. Oder er lässt sich diese vom Arbeitgeber steuerfrei erstatten.
  • Bei eigenem Hausstand werden ab dem vierten Monat die Regeln der neuen „Auswärtstätigkeit“ angewandt. Das heißt: Mitarbeiter dürfen Heimfahrten in beliebiger Anzahl mit der Dienstreisepauschale absetzen und nicht mehr nur eine Fahrt pro Woche mit der Entfernungspauschale. Fahrten zwischen Unterkunft und Tätigkeitsstätte können Mitarbeiter ebenfalls mit der Dienstreisepauschale abziehen.
  • Ist ein Mitarbeiter ledig und ohne eigenen Hausstand, kann er jetzt ab dem vierten Monat weiterhin Fahrt-, Übernachtungs- und Reisenebenkosten absetzen oder sie sich steuerfrei erstatten lassen. Bisher wurde eine doppelte Haushaltsführung nicht anerkannt. Fahrten durften deshalb nur mit der Entfernungspauschale abgerechnet werden, und Übernachtungskosten wurden nicht anerkannt.
  • Bei wechselnden Einsatzstellen gibt es keine 30-km-Grenze mehr. Das heißt: Tägliche Fahrten bei einer Entfernung von unter 30 km kann ein Mitarbeiter jetzt mit der Dienstreisepauschale oder mit den tatsächlichen Kosten absetzen. Bei mindestens 8-stündiger Abwesenheit hat er Anspruch auf einen Verpflegungspauschbetrag.

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