Businesstipps Marketing

Redundanzen: 3 Beispiele für überflüssige Vorsilben

Tautologie ist der Begriff für das, was Ihnen tagtäglich begegnet: Ein "weißer Schimmel" ist der Klassiker. Gemeint ist, dass ein Adjektiv nochmals ausdrückt, was bereits im Substantiv enthalten ist. Tatsächlich falsch sind andere Wortformen, mit denen etwas gedoppelt wird, etwa "zugeflogene" Vorsilben:

Redundanzen: 3 Beispiele für überflüssige Vorsilben

Redundanzen: 3 Beispiele für überflüssige Vorsilben

1.rück-

Sie möchten auch gerne eine „Rückerstattung“ erhalten oder eine „Rückantwort“? Tja, nachvollziehbar – dabei genügt allerdings jeweils das Grund-Substantiv als solches: Wenn etwas erstattet wird, erhält man es zurück. Und eine Antwort ist immer etwas, was zurückkommt. Offensichtlich soll dieser Aspekt besonders stark ausgedrückt sein und wird wiederholt?! Tatsächlich denken Personen im seltensten Fall derart konkret über das verwendete Wort nach – denn dann wäre es ja angebracht.

Eher aus Routine ist häufig übernommen, was andere schon benutzt haben, etwa „Rückantwort“ auf der Karte, die einem Mailing beiliegt, das Sie per Post erhalten haben. – Typischer Weise wird dieses „zurück“ in Kombinationen mit „wider“ oder „wieder“ ausgedrückt, siehe „widerspiegeln“ und „wiedergeben“. Wobei auch das gerne genutzte „widerspiegeln“ tautologisch ist, oder? Vermeiden Sie sie besser, diese Doppel-Begriffe, manchen Leser (oder auch Hörer) verwirren sie, er stolpert darüber– und hört gar mit dem Lesen auf.

2. vor-

Gleiches gilt für „vorankündigen“: Bereits im Grundwort „ankündigen“ ist das „vorab“ (etwas an- oder verkünden) enthalten, womit es als Vorsilbe schlicht verzichtbar ist, semantisch eben falsch angewandt. Ein weiteres Beispiel ist „vorprogrammiert“, denn wenn Sie etwas programmieren, bereiten sie es zum (wiederholten) Anwenden vor.

Grammatikalisch korrekt sind dagegen erweiterte Worte wie „vorverhandeln“ oder „Vorverständnis“, wenn sie auch besser konkreter bzw. mit getrennten Wörtern auszudrücken wären: „etwas vorab verhandeln“ oder „nach bisherigem Verständnis“ zum Beispiel. Wenn Sie ein Produkt „vorbestellen“, tun Sie das, sich eben dieses Teil zu sichern, bevor es lieferbar ist. Wer etwas „vorverkauft“, will sich eben „Vorbestellungen“ sichern, bevor er/sie das Produkt herstellt – schon ist das „vor-“ sinnvoll! Und verständlich für Ihre Leser.

3. auf-

Hierauf stoßen Sie vor allem bei Fremdwörtern, die „volksetymologisch“ verfälscht angewandt sind. Typisches Beispiel dafür ist „aufoktroyiert“: Das Fremdwort für sich bedeutet bereits „einer Person etwas aufdrücken/aufdrängen“, „Aufaddieren“ oder „aufsummieren“ wiederum doppelt das „aufeinander folgend zusammenzählen“. Hier wie dort sollten Sie die Vorsilbe „auf-“ also vermeiden. (Ähnlich stoßen Sie auf „runter reduzieren“)

Auch das noch: Auch „Grundprinzip“ ist tautologisch, denn Prinzip bedeutet bereits „etwas Grundlegendes“ (lt. DUDEN Grundlage, Grundregel, Grundsatz, …).

Bildnachweis: shakishan / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: