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Reden Sie mit Ihren Kollegen über Geld

Lesezeit: 2 Minuten Viele Angestellte in deutschen Unternehmen reden nur ungern mit ihren Kollegen über Geld. Das sollten sie aber tun. Denn dann sind sie bei Gehaltsverhandlungen eindeutig im Vorteil. Was aber ist, wenn es Ihnen laut Arbeitsvertrag verboten ist, über Ihr Gehalt zu reden?

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Reden Sie mit Ihren Kollegen über Geld

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Die Frage „Wieviel verdienst du denn?“ wird in deutschen Unternehmen nur selten gestellt. Die meisten Arbeitnehmer reden nicht gerne mit ihren Kollegen über das Gehalt. Doch das ist ein klarer Fehler. Denn Lohntransparenz kann bei zukünftigen Gehaltsverhandlungen enorm wichtig sein.

Lohntransparenz ist wichtig

Doch ohne Lohntransparenz wissen Arbeitnehmer nicht, ob sie angemessen für ihre Arbeit bezahlt werden und können sich nicht richtig positionieren.  Viele Arbeitnehmer haben aber eine Klausel im Arbeitsvertrag, die ihnen verbietet, sich mit Kollegen über ihr Gehalt auszutauschen. Doch eine solche Klausel kann getrost ignoriert werden, da Verschwiegenheitsklauseln seit 2009 keine Gültigkeit mehr haben. Vielen Arbeitnehmern ist das so nicht klar.

Gehaltslücken bei anstehenden Verhandlungen ansprechen

Arbeitnehmer, die Lohnlücken entdecken, sollten diese bei anstehenden Gehaltsverhandlungen ansprechen. Doch Vorsicht: Diese Argumentation sollte nur ein Grund für eine Gehaltserhöhung sein. Besser ist es, wenn Sie zusätzlich noch Ihre hervorragenden Leistungen als Begründung anführen können. Hier kann es hilfreich sein, ein Erfolgstagebuch zu führen, in dem Sie besondere Leistungen notieren und diese bei der Gehaltsverhandlung in die Waagschale werfen können.

Gerade Frauen sollten genau hinsehen

Wenn Sie in Gesprächen mit Kollegen eine Gehaltslücke festgestellt haben, sollten Sie Ihren Chef erst einmal nach dem Grund dafür fragen. Darauf muss dieser zunächst eine plausible Antwort finden. Wenn Sie dann zusätzlich Ihre guten Arbeitsleistungen im vergangenen Jahr klar benennen können, umso besser.

Das Wissen um den Gehaltsunterschied hilft Arbeitnehmern jedoch, ihre Lohnforderungen selbstbewusster zu vertreten und zu begründen. Gerade Frauen kann dieses Wissen helfen, denn sie bekommen häufig weniger Geld, obwohl sie die gleiche Arbeit wie Männer leisten. Aktuell liegt die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern bei 22 Prozent.

Das bedeutet, dass Frauen rund 80 Tage mehr arbeiten müssen als Männer, um auf das gleiche Gehalt zu kommen. Deshalb sollten gerade Arbeitnehmerinnen ihre Gehälter mit denen der männlichen Kollegen vergleichen und ihren Chef auf seine Bewertungskriterien ansprechen. Doch bis zur Gleichheit der Gehälter von Männern und Frauen ist es wohl noch ein langer Weg.

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