Businesstipps Marketing

Rechtssichere Telefonakquise: Was erlaubt ist – und was nicht

Lesezeit: 2 Minuten In Deutschland ist die Telefonakquise einem engen rechtlichen Rahmen unterworfen. Während sie bei Privatpersonen schwierig bis unmöglich ist, gibt es für B2B-Geschäfte aber durchaus Ansatzpunkte.

2 min Lesezeit
Rechtssichere Telefonakquise: Was erlaubt ist – und was nicht

Rechtssichere Telefonakquise: Was erlaubt ist – und was nicht

Lesezeit: 2 Minuten

Belästigen Sie andere Menschen unrechtmäßig mit Werbeanrufen, so kann Sie dies teuer zu stehen kommen. Eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung sowie Bußgelder von bis zu 50.000 Euro drohen. Umso wichtiger ist es angesichts dieses Risikos, sich bereits im Vorfeld einer Akquise-Aktion mit dem rechtlichen Rahmen auseinanderzusetzen.

Maßgebliche Rechtsgrundlage: § 7 UWG

Die wichtigsten Grundlagen für die Telefonakquise finden sich in § 7 UWG. Demzufolge ist jede geschäftliche Handlung (also auch ein Telefonat), durch die ein Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belästigt wird, verboten. Wenn es sich um Werbung handelt, ist von der Unzulässigkeit auszugehen, insbesondere wenn erkennbar ist, dass der Angerufene keine Werbeanrufe wünscht.

B2C-Telefonakquise: Werbeanrufe gewöhnlich verboten

Bereits vor einigen Jahren hat der Gesetzgeber Verkaufsanrufen bei Privatpersonen einen Riegel vorgeschoben. Sie dürfen Privathaushalte nur dann zu Werbezwecken anrufen, wenn diese vorher ausdrücklich zugestimmt haben.

Achtung: Es reicht nicht, den Kunden beim Anruf als erstes zu fragen, ob ihm das Telefonat recht ist. In diesem Moment haben Sie ihn nämlich bereits angerufen und dadurch belästigt.

Zur Telefonakquise bei Privatpersonen sollten Sie wissen:

  • Zur Sicherheit sollte die Einverständniserklärung des Angerufenen schriftlich vorliegen.
  • Die stillschweigende Einwilligung des Angerufenen anzunehmen, nur weil er sich nicht aktiv gegen das Telefonat ausspricht, ist nicht korrekt.
  • Sie dürfen die Einwilligung nicht in Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstecken.
  • Selbst für Bestandskunden, mit denen Sie früher schon telefoniert haben, benötigen Sie gesondert die Einwilligung für Werbeanrufe.
  • Möchten Sie Adressen kaufen, muss der Verkäufer nachweisen, dass alle Kontakte der Kontaktierung zu Werbezwecken zugestimmt haben.

B2B-Telefonakquise: Mutmaßliche Einwilligung

Für die Frage, ob Sie Geschäftskontakte anrufen dürfen, ist die „mutmaßliche Einwilligung“ maßgeblich. Erlaubt ist dies, wenn ein sachlicher Zusammenhang zwischen dem angerufenen Unternehmen und Ihrem Angebot besteht (z. B. ein Fliesenhersteller, der Fliesenleger kontaktieren möchte). Ebenfalls erlaubt sind Anrufe, wenn bereits Geschäftsbeziehungen bestehen oder diese angebahnt wurden oder wenn der Unternehmer gegenüber Dritten sein Interesse an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung geäußert hat.

Praxistipp: Bleiben Sie am Telefon immer freundlich und werden Sie nicht aufdringlich oder gar unhöflich. Beschwerden wegen belästigender Werbeanrufe entstehen oftmals wegen unfreundlicher Telefonverkäufer.

Bildnachweis: Elnur / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: